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20.09.2014

20:05 Uhr

Wegen Krisengebieten

BDI kappt Konjunkturprognose

Die deutsche Wirtschaftsleistung wird im laufenden Jahr deutlich weniger zulegen als erwartet. Wegen der weltweiten politischen Turbulenzen hat der BDI seine Konjunkturprognose gekappt – von zwei auf 1,5 Prozent.

Das Wachstum von zwei Prozent wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nicht erreichen. dpa

Das Wachstum von zwei Prozent wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nicht erreichen.

BerlinDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr wegen der Krisen in der Ukraine, im Irak und in Nahost deutlich nach unten geschraubt. Die Wirtschaftsleistung werde wohl nur um 1,5 Prozent zulegen statt der erwarteten zwei Prozent, sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo der „Süddeutschen Zeitung“ (Onlineausgabe). „Die Unternehmen spüren Gegenwind, die Unsicherheit nimmt zu“, sagte Grillo.

Auch die große Koalition habe mit ihren bisherigen Beschlüssen – etwa zur Rente mit 63 und zum Mindestlohn – sicher nicht dazu beigetragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und das Investitionsklima zu verbessern, sagte Grillo weiter. Deutschland leide darunter, dass 80 Milliarden Euro im Jahr zu wenig investiert würden.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Mit Blick auf den Ukraine-Konflikt sagte Grillo, die Sanktionen des Westens gegen Russland und die Reaktion aus Moskau täten den deutschen Unternehmen, die in Russland aktiv seien, „richtig weh“. Dennoch verteidigte Grillo die Strafmaßnahmen. „Es geht hier um viel mehr: Mittelfristig ist es auch für die Wirtschaft von entscheidender Bedeutung, dass sich auf der Welt die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren durchsetzt.“ Aufgrund der starken internationalen Verflechtung der deutschen Wirtschaft müssten sich Politik und Unternehmen generell darauf einstellen, „dass die wirtschaftliche Entwicklung bei uns zunehmend schwankt“.

Von

rtr

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