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11.12.2014

13:05 Uhr

Wegen Rubel-Absturz

Russische Zentralbank setzt Zinssatz herauf

Die russische Zentralbank sieht sich genötigt, den freien Fall der Landeswährung zu bekämpfen und der hohen Inflation gegenzusteuern: Sie hebt den Leitzins weiter an. Doch die Maßnahme verfängt nicht.

Der Rubel befindet sich im freien Fall und auch die Maßnahmen der Zentralbank greifen nicht: Trotz des Zinsentscheids sinkt der Rubel auf ein neues Rekordtief ab. dpa

Der Rubel befindet sich im freien Fall und auch die Maßnahmen der Zentralbank greifen nicht: Trotz des Zinsentscheids sinkt der Rubel auf ein neues Rekordtief ab.

MoskauDie russische Notenbank kämpft gegen die steigende Inflation im Land und den Rubel-Verfall an. Die Zentralbank hob am Donnerstag ihren Leitzins um einen Prozentpunkt auf 10,50 Prozent an. Der Rubel fiel nach dem Bekanntwerden der Entscheidung in Moskau dennoch auf ein neues Rekordtief. An den Märkten war wohl mit einem noch größeren Zinsschritt gerechnet worden. Ein US-Dollar kostete im Handelsverlauf bis zu 55,48 Rubel - so viel wie noch nie.

Die russische Notenbank muss momentan mehrere Brände gleichzeitig bekämpfen. So stieg die Inflation in Russland im November auf eine jährliche Teuerungsrate von 9,1 Prozent. Die Notenbanker versuchen zudem, sich gegen den starken Abwärtstrend der Landeswährung zu wehren, die in den vergangenen Monaten wegen des Verfalls der Ölpreise dramatisch an Wert verloren hat. Höhere Zinsen machen die eigene Währung und inländische Kapitalanlagen attraktiver.

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Volkswirte hatten deswegen eine Zinserhöhung erwartet. Eine Reihe von Experten verwies allerdings darauf, dass zur Bekämpfung der Inflation eigentlich ein Zinsschritt von zwei Prozentpunkten oder noch mehr notwendig sei. Höhere Zinsen könnten jedoch die russische Wirtschaft, die bereits unter den westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise und dem Rubel-Verfall leidet, insgesamt noch stärker belasten.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Vittorio Queri

11.12.2014, 14:12 Uhr

>> Russische Zentralbank setzt Zinssatz herauf >>

Die Russische Zentralbank wird durch Quotenfrauen geführt, die kontraproduktiv zum Vorhaben der Regierung, die Mittelständische Industrie zu fördern, agieren.

Die Rolle der Zentralbank als unabhängiges Institut wird in Russland verstärkt in Frage gestellt !

Bei Zinssätzen höher als 20 % ist ein Aufbau und Stärkung der Kleinunternehmen eine Illusion !

Herr Paul Mueller

11.12.2014, 14:15 Uhr

Da im Artikel die Ukraine erwähnt wird, wundert mich, das es hier im HB keinen Artikel zu den aktuellen Vorgängen im westukrainischen Vinnytsia gibt. Da kämpfen wohl mittlerweile unterschiedliche rechte Gruppen um die Macht. Siehe z.B. heise punkt de : "Aufruhr in Poroschenkos Heimatstadt." Kiew schickt nun die für Menschenrechtsverletzungen bekannte Bataillon Ajdar - zur Lustration (Säuberung).
Gerade die von den Kiev-Nazis angekündigten Säuberungen sind doch der Grund für all das, was sich seit März in und um der Ukraine herum abspielt.

Herr Teito Klein

12.12.2014, 07:56 Uhr

[b]Der Rubel im freien Fall[/b)
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Die russische Zentralbank sieht sich genötigt, den freien Fall der Landeswährung zu bekämpfen und der hohen Inflation gegenzusteuern: Sie hebt den Leitzins weiter an. Doch die Maßnahme verfängt nicht.

Und der Rubel wird noch weiter an Wert verlieren.
Putin sei Dank! Ein US-Dollar kostete im Handelsverlauf bis zu 55,48 Rubel - so viel wie noch nie.

Und dann war da noch der Ölpreis:
Ein Fass WTI kostet nur noch 59,89USD.
Ein Fass Brent kostet nur noch 63,92USD.

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