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20.01.2004

11:40 Uhr

Weitere Reformen angemahnt

ZEW-Konjunkturindikator leicht gesunken

Die Aussichten für die deutsche Konjunktur werden nach einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Januar wieder etwas schlechter beurteilt als im Vormonat.

HB MANNHEIM. Der vom ZEW ermittelte Saldo der Konjunkturerwartungen der befragten Analysten und institutionellen Anleger sei auf 72,9 von 73,4 im Dezember gesunken, teilte das Institut am Dienstag in Mannheim mit. Bankenvolkswirte bezeichneten den leichten Rückgang des Indikators aber als Stagnation auf hohem Niveau.

ZEW-Chef Wolfgang Franz sprach aber wie Analysten von einem Zeichen anhaltender Konjunkturzuversicht. „Bestätigt wird der weiterhin große Optimismus zunehmend von fundamentalen Konjunkturdaten“, erklärte er mit Blick auf die zuletzt merklich gestiegene Industrieproduktion und das bessere Neugeschäft.

Das ZEW befragt monatlich gut 300 Analysten und institutionelle Anleger zu ihren mittelfristigen Erwartungen hinsichtlich Konjunktur, Zinsen, Aktien- und Wechselkursen. Der Saldo der Konjunkturerwartungen gibt die Differenz der positiven und der negativen Einschätzungen für die Wirtschaftsentwicklung auf Sicht von sechs Monaten wider.

Die aktuelle Konjunktursituation schätzten die Befragten etwas weniger pessimistisch als bislang ein. Der entsprechende Saldo, der im Dezember bei minus 83,7 Punkten notierte, liegt im Januar bei minus 74,9. Für die weitere Entwicklung der deutschen Wirtschaft sei mitentscheidend, dass ihre preisliche Wettbewerbsfähigkeit nicht dauerhaft zu Schaden komme, so Franz. Auch die Reformen in Deutschland müssten weiter gehen.

Das Stimmungsbarometer für die Euro-Zone stieg den ZEW-Angaben zufolge auf 80,1 von 78,2 Punkten im Dezember.

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