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31.01.2007

20:22 Uhr

Weiterhin einige Inflationsrisiken

US-Notenbank lässt Leitzins unverändert

Die US-Notenbank (Fed) hat wie erwartet ihren Leitzins unverändert gelassen und keinen Kurswechsel in der Geldpolitik signalisiert. Zugleich warnten die Währungshüter am Mittwoch, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen es erschweren könnten, die Inflationsrisiken im Zaum zu halten. Die Aktienmärkte reagierten mit Kursgewinnen: Der Leitindex Dow Jones legte nach Bekanntwerden der Entscheidung zu und notierte mehr als 100 Punkte im Plus. Der Dollar gab weiter nach. Die Aussagen der Notenbanker zu Inflation und Wirtschaftswachstum wurden von Beobachtern in einer ersten Einschätzung als ermutigend bezeichnet.

Illustration: Handelsblatt.com

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HB WASHINGTON. Der Inflationsdruck werde sich aber wohl im Laufe der Zeit abschwächen und die US-Wirtschaft werde weiter in moderatem Tempo wachsen. Auch der Immobilienmarkt habe sich nach seiner jüngsten Schwächephase wieder stabilisiert. Die Fed dämpfte mit ihrer Entscheidung Hoffnungen an den Märkten auf eine baldige Zinssenkung, nahm Anlegern jedoch zugleich Ängste vor einer kurzfristigen Straffung der Geldpolitik.

Der goldpolitische Ausschuss (FOMC) um Fed-Chef Ben Bernanke, der nun ein Jahr im Amt ist, beließ einstimmig den Schlüsselzins in der weltgrößten Volkswirtschaft bei 5,25 Prozent und damit 1,75 Punkte über dem Niveau in der Euro-Zone. In dem Beschluss hielt sich der Offenmarktausschuss die Option einer weiteren Zinserhöhung zur Dämpfung der Inflationsrisiken weiter offen, obwohl eine Mehrheit von Volkswirten zuletzt mit einer Zinssenkung noch vor Juni rechnete.

Der Satz des Leitzinses wird den Geldinstituten bei der kurzfristigen Geldbeschaffung in Rechnung gestellt. Mit seinem Einfrieren bleibt auch die „Prime Lending Rate“ der Geschäftsbanken für Kredite an erste Adressen stabil bei 8,25 Prozent.

„Ausmaß und Zeitpunkt jeder zusätzlichen Straffung hängen von der Entwicklung der Aussichten für Inflation und Wirtschaftswachstum ab“, erklärte die Fed. Zuletzt habe es einige Anzeichen für ein etwas kräftigere Wachstum gegeben, und die Daten zur Kerninflation, die die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel unberücksichtigt lässt, zeigten sich verbessert. Auch gebe es Hinweise darauf, dass der Immobilienmarkt sich nach seiner starken Abkühlung wieder stabilisiert habe. Die Notenbank änderte damit ihre bisherige, eher skeptische Sicht über die Teuerung.

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