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26.06.2013

20:42 Uhr

Welt-Investitionsbericht

Ausländische Unternehmen meiden Deutschland

Deutsche Unternehmer setzten wieder mehr Kapital im Ausland ein. Die Bundesrepublik zählt dagegen nicht mehr zur Top-Gruppe der attraktivsten Investitionsziele. Entwicklungsländer sind auf dem Vormarsch.

Deutschland verliert an Attraktivität: Die Investitionen ausländischer Unternehmen in die Bundesrepublik sind 2012 drastisch gesunken. dpa

Deutschland verliert an Attraktivität: Die Investitionen ausländischer Unternehmen in die Bundesrepublik sind 2012 drastisch gesunken.

GenfDie Investitionen ausländischer Unternehmen in Deutschland sind 2012 drastisch gesunken. Deutsche Firmen setzten dagegen mehr Kapital im Ausland ein als im Vorjahr. Das attraktivste Land für internationale Unternehmen und zugleich Weltmeister bei Auslandsinvestitionen bleiben die USA. Das geht aus dem am Mittwoch in Genf veröffentlichten Weltinvestitionsbericht 2013 der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) hervor. Zum ersten Mal verbuchten Entwicklungsländer mehr Direktinvestitionen als die Industriestaaten.

Weltweit gingen die Direktinvestitionen 2012 gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 1,35 Billionen Dollar zurück und sanken damit erneut unter das durchschnittliche Jahresniveau vor der Finanzkrise 2007 (1,49 Billionen). Dies zeige, dass die Konjunkturerholung länger brauche als erhofft. Die Gründe seien vor allem anhaltende wirtschaftliche Schwächen und politische Unsicherheiten in vielen Teilen der Welt. Unter anderem verunsichere der US-Haushaltsstreit Investoren.

Zum ersten Mal seit Jahren ist die Bundesrepublik nicht mehr in der Gruppe der 20 attraktivsten Standorte für ausländische Direktinvestitionen vertreten. Die Kapitalzuflüsse nach Deutschland brachen den Angaben zufolge von 49 Milliarden Dollar auf nur noch 6,5 Milliarden Dollar ein, was lediglich Rang 39 in der Weltliste bedeutet.

„Der Rückgang ist drastisch, aber kein Grund zur Panik“, sagte der Leiter der zuständigen UNCTAD-Abteilung, Jörg Weber, der Nachrichtenagentur dpa. Ursache seien Sondereinflüsse. So hätten 2012 mehrere ausländische Tochterunternehmen in Deutschland ihren Muttergesellschaft geliehene Gelder zurückgezahlt. Das verringere unterm Strich die Summe der Kapitalzuflüsse.

Angeführt wird die Statistik erneut von den USA, gefolgt von China. Unter den europäischen Ländern verbuchten Luxemburg, Spanien, Frankreich und Schweden mehr ausländische Investitionen als die Bundesrepublik.

Kommentare (15)

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Account gelöscht!

26.06.2013, 21:37 Uhr

Bei unseren Politamokläufern und Energiewendefetischisten ist das ja auch kein Wunder, wenn sich andere Länder darüberhinaus von Deutschland alimentiert, Steuerdumping (z.B Irland) oder Regulierungsfreiheit (Luxemburg) erlauben können, noch umso weniger

Sklave

26.06.2013, 22:37 Uhr

In Deutschland haben Firmeninhaber und Investoren nicht nur das Unternehmerrisiko sondern auch noch das Problem sich ständig ändernder politischer Rahmenbedingungen.

Lockt der verdiente Ruhestand, kommen die Grünen, die SPD und Linken mit ihren Enteignungsplänen.

Da geht es dem einen oder anderen Unternehmer selbst in Italien oder Spanien augenblicklich trotz der Krise noch besser.

Im Immobilienbereich kommen aktuell ständig neue sich nie rechnende Vorschriften in Richtung null Energieverbrauch.
Nun brutzelt es in der politischen Giftküche, Mieten sollen gedeckelt werden, die Kosten laufen gleichzeitig davon.

Investitionen in Deutschland können sich bald nur noch wirtschaftliche Selbstmörder leisten.

Account gelöscht!

26.06.2013, 22:56 Uhr

Etwas entscheidendes wurde vergessen: Das Bildungsniveau, welches langsam aber sicher den Bach runter geht. Deutschland verblödet. Immer weniger Nachwuchs; die Mehrheit davon wird mangels Muskelmasse zwischen den Ohren nicht mehr in der Lage sein die Qualität zu liefern, die Deutschland braucht, um in der Welt konkurrenzfähig zu bleiben. Neiddebatten werden angeheizt und die mittlerweile verblödete Masse glaubt irgendwann wieder dem sozialistischen Märchen. Leistungsträger werden abwandern, bis wieder eine wie auch immer geartete Mauer errichtet wird. Und wenn nur verhindert wird, dass Geld ins Ausland gebracht wird. Keine schönen Aussichten.

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