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30.09.2015

20:59 Uhr

Weltwirtschaft

IWF-Chefin erwartet nur schwaches Wachstum

Die sich abkühlende Konjunktur in China und die Zinswende in den USA sind nur zwei Faktoren, die für IWF-Chefin Lagarde das Wachstum der Weltwirtschaft ausbremsen. Auch 2015 schwächelt die globale Konjunktur.

Auch 2015 wird die Weltwirtschaft nur schwach wachsen. AFP

IWF-Chefin Lagarde

Auch 2015 wird die Weltwirtschaft nur schwach wachsen.

WashingtonDas Flüchtlingsdrama in Europa und andere Probleme werden nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds die globale Wirtschaft in diesem Jahr schwächen. Zwar dürften einige Industrieländer wie die USA oder Japan ein moderates Wachstum verzeichnen, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Mittwoch. Doch für Schwellenländer erwartet sie im fünften Jahr in Folge nur schwache Konjunktur.

Zu den hemmenden Faktoren gehören dem IWF zufolge auch das langsamere Wirtschaftswachstum in China und die bevorstehende Zinserhöhung in den USA. Zudem litten einige Länder unter hoher Staatsverschuldung oder unter den Nachwirkungen der globalen Finanzkrise von 2008, sagte Lagarde.

Die Verlierer der Weltwirtschaft

Großbritannien

2014: 2,435 ; 2030: 3,586 ; 2050: 5,744 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Zwar wird Großbritannien auch 2030 noch im Ranking der Top-Volkswirtschaften mit Platz zehn in der Top Ten sein. Doch 2050 sieht das anders aus: Rang elf.

Italien

2014: 2,066 ; 2030: 2,591 ; 2050: 3,617 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Italien wird in 35 Jahren auf Rang 18 zurückfallen. Die Prognose zeigt deutlich, dass Europa im weltweiten Vergleich weiter an wirtschaftlichem Gewicht verliert.

Frankreich

2014: 2,587; 2030: 3,418; 2050: 5,207 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Frankreich kommt schafft es bereits 2030 auf Rang elf und rutscht bis 2050 auf Platz 13.

Russland

2014: 3,559 ; 2030: 4,854 ; 2050: 7,575 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Russland wird bis 2050 auf Platz acht verdrängt.

Deutschland

2014: 3,621 ; 2030: 4,590 ; 2050: 6,338 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Drei europäische Staaten gehören derzeit zu den zehn größten Volkswirtschaften der Welt: Deutschland, Frankreich und Großbritannien. 2050 wird nur noch die Bundesrepublik in den Top Ten der wirtschaftlich leistungsfähigsten Staaten vertreten sein. Deutschland wird bereits 2030 auf Rang acht zurückfallen.

Japan

2014: 4,788 ; 2030: 6,006 ; 2050: 7,914 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Während Japan auch 2030 den vierten Platz verteidigt, wird das Land bis 2050 drei Ränge abrutschen und auf Rang sieben landen.

USA

2014: 17,416 ; 2030: 25,451 ; 2050: 41,384 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Auch wenn die USA 2020 den zweiten Platz noch verteidigen können, werden sie 2050 von Indien auf Platz drei verdrängt. Dann wird drittstärkste Volkswirtschaft USA fast zweieinhalbmal so groß sein wie Indonesien (2050: Rang vier).

Von

ap

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