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08.04.2014

15:54 Uhr

Weltwirtschaftsbericht des IWF

Note „1-“ für Deutschlands Wirtschaft

Kaum ein Land kommt im Weltwirtschaftsbericht des Internationalen Währungsfonds so gut weg wie Deutschland. Die Bundesrepublik ist für die Volkswirte Europas Vorzeige-Volkswirtschaft – mit einem Dauer-Kritikpunkt.

IWF-Präsidentin Christine Lagarde (links) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). dpa

IWF-Präsidentin Christine Lagarde (links) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

WashingtonDie Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) sind von Berufswegen kritisch. Kein Wunder, schließlich hängt die Vergabe milliardenschwerer Kredite an Krisenstaaten rund um den Globus nicht zuletzt von ihren Urteilen ab. Ein pures Lob der Volkswirte in Washington ist daher eine seltene Sache - und doch sprechen sie über kaum ein Land derzeit so positiv wie über Deutschland.

Der am Dienstag vorgestellte Weltwirtschaftsausblick stellt die Bundesrepublik als Musterknaben mit vortrefflichen Schulnoten dar. In Berlin wird man den Bericht wohl mit Freude lesen. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der in der Vergangenheit längst nicht immer einer Meinung mit dem IWF war, dürfte in dieser Woche mit gehörigem Selbstbewusstsein zur Frühjahrstagung des Währungsfonds und der Weltbank in die US-Hauptstadt reisen.

Was den Analysten alles an Deutschland gefällt? Die Aufzählung ist lang: Vorteilhafte finanzielle Bedingungen. Ein stabiler Arbeitsmarkt. Eine steigende Binnennachfrage und zunehmende Zuversicht, mehr Konsum und ein „allmähliches Wiederaufblühen der Investitionen, aber auch des Immobilienmarktes“, heißt es in dem Bericht.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Auf zig Seiten beschreiben die Forscher die gegenwärtigen Bedrohungen für die Weltwirtschaft und beteuern, wie zerbrechlich die Erholung noch ist. Kommen sie aber auf Deutschland zu sprechen, ist von „Aufwärtsrisiken“ die Rede. Also davon, dass es für Europas größte Volkswirtschaft eher noch besser kommen könnte als erwartet.

Während andere Nationen noch mit den Folgen zurückliegender Krisen zu kämpfen hätten, seien in Deutschland „die Altlast-Effekte der Krisen weitgehend nicht vorhanden“, erklärt der IWF. Die gefährlich schwache Kreditvergabe während der Finanzkrise sei wie auch in den USA „fast komplett ins Gegenteil verkehrt“. In der Eurozone, die sich gerade aus der Rezession quäle, sei die Bundesrepublik ein Beispiel für gesundes Wachstum.

Kommentare (22)

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Account gelöscht!

08.04.2014, 16:14 Uhr

"Note 1- für Deutschlands Wirtschaft" ausgesprochem vom IWF-Wurstladen an den Merkel-Wurstladen.

Planwirtschaft unter der Ladentheke wie in der DDR.

Account gelöscht!

08.04.2014, 16:46 Uhr

Wenn Brüssel, oder die am. Finanzeliten verfuegen, dass alle öffentlichen Gebäude blau mit goldenen Sternen, oder mit Stars&Stripes angemalt werden müssen, dann fragen 27 Nationen -warum- und die Deutschen fragen, -bis wann-!

Account gelöscht!

08.04.2014, 16:48 Uhr

Wenn Selbstmord auf Raten eine Auszeichnung wert ist,dann hat der IWF recht.Wir konkurrieren untereinader,bis wir alle tot sind.Das ist unser momentans Wirtschaftskonzept.

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