Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.02.2015

14:31 Uhr

Westliche Sanktionspolitik

Deutsche Wirtschaft beklagt Verlust des Russlandgeschäfts

Die Region galt als künftiger Wachstumsmarkt: Russland und andere Staaten des ehemaligen Ostblocks. Seit Ausbruch der Ukrainekrise ist der Handel stark eingeschränkt. Deutsche Unternehmen erwarten große Verluste.

Den deutschen Unternehmen entgehen in Russland erhebliche Einnahmen – deshalb stehen die Interessen der deutschen Wirtschaft teils den politischen Interessen entgegen. dpa

Russische Rubel sind zwar immer weniger Wert, doch die Geschäfte in Russland sind für die deutsche Wirtschaft dennoch wichtig.

Den deutschen Unternehmen entgehen in Russland erhebliche Einnahmen – deshalb stehen die Interessen der deutschen Wirtschaft teils den politischen Interessen entgegen.

MoskauDie deutsche Wirtschaft hat angesichts der politischen Ost-West-Konfrontation extrem trübe Aussichten für ihre Geschäfte in Russland beklagt. „2015 und 2016 werden brutal schwierig“, sagte Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, am Donnerstag in Moskau. Nach einer Umfrage der Außenhandelskammern wollen 30 Prozent der deutschen Unternehmen Personal in Russland abbauen.

Die deutschen Exporte nach Russland seien um knapp 20 Prozent gesunken, sagte Cordes. Das bedeute einen Verlust von rund 60.000 Arbeitsplätzen - bei 300.000 Stellen insgesamt, die in Deutschland vom russischen Markt abhängig seien.

Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine sagte Cordes, dass etwa drei Viertel der befragten Unternehmen Zweifel hätten an der Wirksamkeit der westlichen Sanktionen gegen Russland. Er warnte vor der Gefahr für die EU, den russischen Markt an China zu verlieren. Nötig seien dringend Verhandlungen über einen Ausweg aus der Krise. Cordes begrüßte dazu das Angebot der Bundesregierung an Russland, eine Freihandelszone zu schaffen.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr walter danielis

05.02.2015, 15:00 Uhr

Ist das jetzt eine Überraschung? Die deutschen Unternehmerverbände haben doch diesem Blödsinn mehrheitlich zugestimmt!

Frau Helga Trauen

05.02.2015, 15:09 Uhr

Ist doch schön, so hat der US-initiierte Putsch in Kiew, der Faschisten zur Macht verhalf und die jetzt von den olivGrünen in Deutschland gefeiert werden, in der Ukraine einen failed state installiert. Die Europäer werden bezahlen müssen...

Was will die deutsche Industrie denn? Die haben doch immer vom "Primat der Politik" schwadroniert. Die haben aber nicht kapiert, dass Erika ihre Direktiven von US Think Tanks erhält. Und die USA selbst ihre Handelsvolumina mit Russland sogar vergrößern. Erika ist von Jim Willie "mad cow" genannt worden. Dem kann ich mir vorbehaltlos anschließen...

Überhaupt sind die Politiker aus dem Osten, wie Erika und Larve, den US Think Tanks besonders hörig. Und natürlich auch die ehemaligen Steinewerfer. Wer weiß, was die CIA alles über deren Kerbhölzer weiß...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×