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01.12.2014

09:24 Uhr

Wirtschaft China

Stimmung verschlechtert sich

Die Leitzinssenkung kann die chinesische Wirtschaft anscheinend nicht aufmuntern: Frühindikatoren deuten an, dass sich die Stimmung weiter eintrübt. Der Druck auf die Regierung, den Geldhahn weiter aufzudrehen, wächst.

China ist schon im dritten Quartal 2014 mit 7,3 Prozent so langsam gewachsen wie seit fünf Jahren nicht mehr. dpa

China ist schon im dritten Quartal 2014 mit 7,3 Prozent so langsam gewachsen wie seit fünf Jahren nicht mehr.

PekingDie chinesische Wirtschaft hat im November weiter an Schwung verloren. Zwei wichtige Frühindikatoren deuten auf eine verschlechterte Stimmung in den Chefetagen von Industrieunternehmen hin. Der offizielle chinesische Einkaufsmanagerindex fiel nach Angaben vom Montag mit 50,3 Punkten auf den schlechtesten Stand seit acht Monaten. Im Oktober hatte er noch bei 50,8 gelegen.

Auch der Index der britischen Großbank HSBC, der stärker kleinere und mittlere Unternehmen erfasst, fiel auf 50,0 Punkte, den niedrigsten Stand seit sechs Monaten. Im Oktober waren noch 50,4 erreicht worden. Die heimische Nachfrage ist schleppend, während das Wachstum neuer Exportaufträge nachlässt. Ein Wert unter der kritischen Grenze von 50 bedeutet ein Schrumpfen – darüber expandiert die Industrie.

Die schlechten Nachrichten erhöhen den Druck auf die Regierung, den Geldhahn weiter aufzudrehen. Erst am 21. November hatte die Zentralbank überraschend den Leitzins gesenkt.

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„Die Zinssenkung scheint es nicht geschafft zu haben, die Stimmung zu verbessern“, schrieb die Australia and New Zealand Bank (ANZ). „Wir glauben, dass die chinesischen Behörden die Lockerung im Dezember verstärken werden, um das Wachstum im ganzen Jahr um 7,5 Prozent zu halten.“

Die Royal Bank of Scotland rechnet in diesem Jahr aber nur mit 7,3 Prozent Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft und mit 7,2 Prozent für 2015. China ist schon im dritten Quartal mit 7,3 Prozent so langsam gewachsen wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Von

dpa

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