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22.04.2015

11:43 Uhr

Wirtschaft im Aufschwung

Gabriel warnt Deutsche vor Selbstgefälligkeit

Die deutsche Wirtschaft boomt: Die Bundesregierung erwartet für dieses und nächstes Jahr ein deutlich stärkeres Wachstum als zunächst prognostiziert. Doch der Wirtschaftsminister hebt den mahnenden Zeigefinger.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Kanzlerin Angela Merkel dürfen wohl mit zusätzlichen Steuereinnahmen rechnen. Reuters

Konjunkturprognose der Bundesregierung

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Kanzlerin Angela Merkel dürfen wohl mit zusätzlichen Steuereinnahmen rechnen.

BerlinDie Aussichten sind prächtig: Die Bundesregierung rechnet dieses und nächstes Jahr mit einem noch stärkeren Wirtschaftswachstum. 2015 und 2016 wird nun nach Angaben vom Mittwoch jeweils ein Plus von 1,8 Prozent erwartet. Bislang waren es 1,5 Prozent für dieses Jahr und 1,6 Prozent für nächstes Jahr. Die günstigeren Aussichten sind unter anderem auf niedrigere Ölpreise und den schwächelnden Euro zurückzuführen, der die deutschen Exporte beflügelt.

Die Außenhändler werden daher nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel noch längere Zeit vom niedrigen Euro profitieren. „Ich glaube, dass der für die Exportwirtschaft gute Wechselkurs sicher auch im nächsten Jahr noch eine Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung spielen wird“, sagte der Minister. Der Wechselkurs dürfte sich in den nächsten Monaten eher nicht „dramatisch" ändern.

Deutlich nach oben revidierte die Regierung angesichts dessen ihre Export- und Importerwartungen. Sie rechnet für das laufende Jahr nunmehr mit einem Zuwachs der Ausfuhren von 4,7 Prozent nach bislang 3,6 Prozent. Die Einfuhren dürften sich um 5,7 Prozent erhöhen. Bisher war hier mit 4,1 Prozent gerechnet worden. 2016 sollen die Exporte dann weiter um 4,5 Prozent und die Importe um 5,1 Prozent wachsen.

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Gute Wirtschaftsdaten müssen hart erarbeitet werden. Besonders Unternehmen, Notenbanken und Scheichs haben ihren Beitrag geleistet. Politische Vertreter reklamieren die Erfolge für sich, tragen aber kaum einen Anteil.

Die Gemeinschaftswährung hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 22 Prozent zum Dollar verloren und notierte am Mittwochmittag bei 1,078 Dollar. Der niedrige Euro verbilligt die Ausfuhren nach Übersee und kommt damit den Exporteuren zugute.

Kommentare (15)

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Herr Josef Schmidt

22.04.2015, 11:44 Uhr

Dieser Politikerpack lebt in einer Parallelwelt blühender Landschaften.

So lange es aber genügend Wähler gibt um diese zu wählen wird sich auch nichts ändern.

Herr Peter Windhoek

22.04.2015, 12:06 Uhr

....Gabriel nannte hier Investitionen in Bildung und Forschung sowie in die Infrastruktur „als wichtige Ansatzpunkte“.
völlig zweckfreies Mainstream geblubber. Schulen werden geschlossen und zusammengelegt, es fehlen Gelder an allen Ecken. Angehende Junglehrer nach verkürzter Referendarzeit im lfd. Schuljahr systematisch entlassen und müssen von elterlicher Substanz aufgefangen werden, selbst Hartz4 wird hier oft verweigert. In ganz NRW werden ca. 45 Stellen ausgeschrieben, in HH werden Lehrer mit Migrationshintergrund bevorzugt eingestellt
Junge Leute jahrelang im Praktikum gehalten, trotz hervorragender Hochschulabschlüsse.
Deutsche Mediziner wandern ins Ausland ab oder schließen wegen schlechter Bedingungen ihre Praxen vorzeitig.
Straßen im Ruhrgebiert wirken wie nach einem Luftangriff und sind völlig marode, Blitzmarthon mit Internetbeteiligung des dt. Michels als Kultevent ausgerufen, um ebenso marode Kassen der Kommunen zu sanieren.
Dieses Land hat fertig

Frau Ute Umlauf

22.04.2015, 12:07 Uhr

Herr Gabriel, in der freien Wirtschaft wird richtig malocht.
Selbstgefälligkeit finde ich in der Poltik. Dort ist das Sammelbecken nicht Vermittelbarer. Dilettantismus ist in der Politik gefragt ... da nehme ich sie (Überernährten) als Paradebeispiel.

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