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16.06.2014

17:17 Uhr

Wirtschaft in den USA

IWF nimmt US-Wachstumsprognose stark zurück

Der Internationale Währungsfonds senkt seine Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft. Die vergleichsweise moderate Wachstumsentwicklung in den USA brauche eine politische Stimulierung, um wieder in Fahrt zu kommen.

Industrie in Washington. Noch bis Ende 2017 könnte es dauern, bis in den USA wieder Vollbeschäftigung herrscht. dpa

Industrie in Washington. Noch bis Ende 2017 könnte es dauern, bis in den USA wieder Vollbeschäftigung herrscht.

Berlin/ WashingtonDer Internationale Währungsfonds hat wegen des wetterbedingt schwachen ersten Quartals seine Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft im laufenden Jahr deutlich gesenkt. Der Fonds rechnet nach seinem am Montag veröffentlichten US-Länderbericht nur noch mit zwei (bisher 2,8) Prozent Steigerung der Wirtschaftsleistung. Inzwischen scheine die Wirtschaft aber wieder in Fahrt zu kommen, so dass das Wachstum 2015 wie im April bereits geschätzt drei Prozent erreichen könnte. Das längerfristige Potenzial schätzt der IWF für die nächsten Jahre auf etwa zwei Prozent Wachstum. Das liegt etwas unter der bisher angesetzten Rate.

Um die vergleichsweise moderate Wachstumsentwicklung in den USA in Gang zu bringen, bedarf es nach Einschätzung des IWF politischer Stimulierung. Zugleich sei aber auch eine glaubwürdige mittelfristige Konsolidierungsstrategie nötig. Sollte es mit der Unterstützung der Finanzpolitik gelingen, dass Wachstum und Beschäftigung in den USA schnell wieder kräftig anspringt, könnte das einen früheren Rückzug aus der außergewöhnlichen expansiven Geldpolitik ermöglichen. Insgesamt rechnen die IWF-Experten damit, dass es noch bis Ende 2017 dauern könnte, bis in den USA wieder Vollbeschäftigung herrscht. Da die Inflation niedrig bleiben werde, könnte der Leitzins noch bis in die zweite Jahreshälfte 2015 hinaus nahe Null gehalten werden, hieß es in dem Bericht.

Von

rtr

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