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26.02.2004

14:58 Uhr

Wirtschaftsaufschwung geht am Arbeitsmarkt vorbei

US-Arbeitsmarktentwicklung enttäuscht Analysten

Neue Konjunkturdaten aus den USA haben am Donnerstag Enttäuschung bei Analysten und Volkswirten hervorgerufen. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung stieg in der vergangenen Woche entgegen den Erwartungen an. Zugleich ging der Auftragseingang bei den langlebigen Wirtschaftsgütern überraschend zurück. Beobachter hatten eine Zunahme erwartet.

HB WASHINGTON. Saisonbereinigt nahm die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosengeld in der Woche zum 21. Februar um 6 000 auf 350 000 zu. Volkswirte hatten im Durchschnitt eine unveränderte Zahl erwartet. Für die Vorwoche wurden die Daten von vorläufig minus 24 000 auf 344 000 bestätigt. Den Wert für den gleitenden Vierwochendurchschnitt gab das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit 354 750 (Vorwoche bestätigt: 352 000) an. Dies war der höchste Wert seit zwei Monaten.

In der Woche zum 14. Februar erhielten 3,102 Mill. Personen Arbeitslosenunterstützung, eine Abnahme gegenüber der Vorwoche um 62 000. Beobachter zeigten sich angesichts der Entwicklung enttäuscht. Der starke Aufschwung der US-Wirtschaft gehe weiterhin am Arbeitsmarkt vorbei, hieß es.

Auch die Daten zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter enttäuschten. Dieser sank im Januar gegenüber dem Vormonat um 1,8 % auf 181,0 Mrd. Dollar. Analysten hatten dagegen im Durchschnitt mit einem Anstieg von 1,4% gerechnet. Wie das Handelsministerium am Donnerstag weiter berichtet, wurde der Dezember-Wert auf plus 1,6% (vorläufig: plus 0,3%) nach oben revidiert.

Ohne Berücksichtigung von Aufträgen für den Transportsektor ergab sich ein Order-Anstieg von 2,0% nach einem Plus von 1,7% im Dezember. Die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter ohne Rüstungsgüter verzeichneten einen Rückgang um 1,0% (plus 1,9%). Die Orders für Transportgüter fielen um 10,4% (Dezember: plus 1,4%).Im November war der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter um 2,4% gesunken, im Oktober aber um 3,9% gestiegen.

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