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02.10.2014

12:14 Uhr

Wirtschaftsbeziehungen

China rechnet mit Rekord-Handelsjahr mit Deutschland

China rechnet damit, dass 2014 ein Rekordjahr im Handel mit Deutschland wird. Chinas Botschafter Shi Mingde kündigte zudem ein Fülle von Abkommen zwischen den weltgrößten Exportnationen an.

Der chinesische Botschafter in Deutschland, Shi Mingde (2.v.r), betonte die Sonderrolle, die Deutschland bei den außenpolitischen Kontakten Chinas spiele. dpa

Der chinesische Botschafter in Deutschland, Shi Mingde (2.v.r), betonte die Sonderrolle, die Deutschland bei den außenpolitischen Kontakten Chinas spiele.

BerlinTrotz nachlassender Konjunktur in Deutschland erwartet China einen weiteren Boom in den Wirtschaftsbeziehungen beider Länder. "Wir rechnen damit, dass 2014 ein neues Rekordjahr im gemeinsamen Handel wird", sagte Chinas Botschafter in Deutschland, Shi Mingde, in einem am Donnerstag veröffentlichten Reuters-Interview.

Er kündigte eine Fülle von Abkommen zwischen den weltgrößten Exportnationen bei den dritten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen Ende kommender Woche in Berlin an. Zudem würden Visa-Erleichterungen für chinesische Geschäftsleute und Touristen sowie ein strategischer Dialog beider Länder auch in der Außen- und Sicherheitspolitik vereinbart.

Besorgt äußerte sich Shi über die wirtschaftliche Entwicklung in Europa. "Wir wollen nicht, dass die gesamte EU in eine Rezession geht. Europa ist unser wichtigster Handelspartner", betonte der Botschafter. "Derzeit spüren wir eine sinkende Nachfrage aus Europa - das ist für uns ein Problem." Mit Sorge beobachte Peking zudem zunehmende protektionistische Tendenzen in der EU. "Das sieht man etwa an der wachsenden Zahl von Anti-Dumping-Verfahren."

Er hoffe, dass die neue EU-Kommission auf Gespräche und nicht Eskalation setze. "Die EU sollte zudem das Investitionsschutzabkommen mit China vorantreiben - das wird sicher auch ein Thema bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen sein", kündigte Shi an.

Europa sollte zudem so schnell wie möglich Gespräche über eine gemeinsame Freihandelszone beginnen. "Ich verstehe nicht, wieso die EU mit allen möglichen Ländern wie den USA oder Indien Freihandelsabkommen anstrebt - aber nicht mit China."

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