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10.09.2011

11:03 Uhr

Wirtschaftskrise

BA-Chef sieht „Grund zur Sorge am Arbeitsmarkt“

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sorgt sich um den Aufschwung am Arbeitsmarkt. Er glaubt nicht, dass Wirtschaft und Beschäftigte bei einer neuen Krise glimpflich davonkommen.

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sorgt sich um den Aufschwung am Arbeitsmarkt. dpa

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sorgt sich um den Aufschwung am Arbeitsmarkt.

NürnbergDer Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, sieht den Aufschwung am Arbeitsmarkt in Gefahr. „Es gibt Grund zur Sorge. Der Abbau der Arbeitslosigkeit lässt in seiner Dynamik nach“, sagte Weise in einem Interview der „WirtschaftsWoche Global“, einem Sonderheft der „WirtschaftsWoche“ zum Arbeitsmarkt. Weise bezweifelt, dass Wirtschaft und Beschäftigte bei einer neuen Krise so glimpflich davonkommen wie bei der vergangenen Rezession: „Wenn es erneut zu einem Einbruch der Wirtschaft kommt, werden einige Unternehmen nicht noch einmal eine solche Durststrecke durchstehen können.“ Dies liegt nach Weises Worten unter anderem auch an der inzwischen geringeren Schlagkraft der Bundesagentur: „In der vergangenen Krise hatte die BA eine Rücklage von 18 Milliarden Euro, die sie einsetzen konnte, zum Beispiel für Kurzarbeitergeld. Jetzt ist die Kasse leer.“ Noch vor knapp zwei Wochen hatte sich der BA-Chef bei der Vorlage der Arbeitsmarktzahlen für August deutlich zuversichtlicher gezeigt.

Vor dem Hintergrund der Börsenturbulenzen und der Eintrübung des Geschäftsklimas hatte er gesagt: „Diese Stimmungen setzen sich ab von den tatsächlichen Gegebenheiten.“ Er sehe für den Arbeitsmarkt keineswegs schwarz. „Ich sehe im Moment keine Konjunkturdelle.“ Die Zahl der Arbeitslosen betrug im August 2,945 Millionen. Das war der niedrigste August-Stand seit 20 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Erwerbslosigkeit um 238.000 zurück. Die Arbeitslosenquote lag bei unverändert 7,0 Prozent.

Kommentare (10)

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Heini

10.09.2011, 12:52 Uhr

Ach, plötzlich? Letzte Woche war doch alles Bestens! Mit der Wahrheit nimmt man es schon lange nicht so genau. Entgegengesetzte Meldungen kommen jetzt laufend vor, man kann sich die passende Wahrheit selbst aussuchen. Das ist doch praktisch, oder?

alessandro

10.09.2011, 13:11 Uhr

Lieber Herr Weise,

als Chef der Bundesagentur für Arbeit wissen Sie bestens wie man eine Millionen Menschen aus der offiziellen Arbeitslosen Statistik herausrechnet. Verzeihung, es heisst natürlich "Arbeitssuchende" nicht Arbeitslose und es sind Kunden die zu Ihnen auf´s Arbeitsamt - nochmals Verzeichung - auf´s Jobcenter kommen.
Machen Sie es wie in Berlin und spendieren Sie in der kommenden Krise einfach noch ein paar Millionen 1€ Jobbing Gelegenheiten und Jobsuche Trainingskurse.
So fallen Ihre Kunden wenigstens für die Dauer der Maßname aus der Statistik.

Charly1

10.09.2011, 13:47 Uhr

der ba chef sollte sich mal um die personalausstattung seiner megabehörde kümmern. es werden hier immer noch über 100000 personen in der größten abm deutschlands beschäftigt.
wenn seine zaglen stimmen würden, könnte er sein geschäft mit maximal 40000 mitarbeitern abwickeln.

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