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24.06.2015

16:09 Uhr

Wirtschaftskrise

Spanien sieht sich 2016 saniert

Schon im kommenden Jahr glaubt Spanien die Finanzkrise endgültig überwunden zu haben. Eine nach oben korregierte Konjunkturprognose und die Erwartung einer Besserung am Arbeitsmarkt geben Madrid Anlass zu Optimismus.

Schon 2016 will Spanien die Finanzkrise endgültig überwunden haben. dpa

Optimismus in Madrid

Schon 2016 will Spanien die Finanzkrise endgültig überwunden haben.

MadridSpanien wird nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Luis de Guindos die Folgen der weltweiten Finanzkrise im kommenden Jahr verdaut haben. Sollte die jüngste Entwicklung anhalten, „werden wir alle Einnahmen, die wir seit dem Beginn der Krise verloren haben, wieder reingeholt haben“, sagte er am Mittwoch im Parlament.

Im zweiten Quartal habe sich die Konjunktur besser entwickelt als zu Beginn des Jahres. Von Januar bis März war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,9 Prozent geklettert und damit so schnell wie seit sieben Jahren nicht mehr.

Die Gewinner der Weltwirtschaft

Volkswirtschaft 2050

Welche Staaten werden in 35 Jahren noch zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt gehören? Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) veröffentliche in ihrer Studie „The World in 2050“ unter anderem eine Top Ten der Volkswirtschaften. Für die Prognose gehen die PwC-Volkswirtschaftler von einem durchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von rund drei Prozent pro Jahr aus. Die Gewinner der Volkswirtschaften:

Quellen: dpa/ots

Nigeria

2014: 1,058 ; 2030: 2,566; 2050: 7,345 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Erstaunlich optimistisch bewerten die Volkswirtschaftler die Aussichten unter anderem Krisenstaaten in Afrika. So werde Nigeria bis 2050 Deutschland überholen und auf Platz neun der stärksten Volkswirtschaften klettern. Nigeria, Vietnam und die Philippinen werden demnach mit durchschnittlich 4,5 bis 5 Prozent Wachstum die dynamischsten Wachstumsregionen der Welt sein.

Mexiko

2014: 2,143 ; 2030: 3,985 ; 2050: 8,014 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Mexikos Wirtschaft ist derzeit im Wandel. 2020 wird das Land auf Platz neun klettern und 2050 Frankreich aus der Spitzengruppe verdrängen.

Indonesien

2014: 2,554 ; 2030: 5,486 ; 2050: 12,210 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Indonesien dürfte bis 2050 von dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung profitieren. 2030 wird die indonesische Wirtschaftsleistung doppelt so groß sein und schafft es 2050 laut der Studie auf Rang vier.

Brasilien

2014: 3,073 ; 2030: 4,996 ; 2050: 9,154 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Brasiliens Wirtschaft wächst in den kommenden Jahren noch mehr. 2030 klettert das Land auf Rang sechs und bleibt auch 2050 in der Top Ten (Platz fünf).

Indien

2014: 7,277 ; 2030: 17,138 ; 2050: 42,205 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Schon heute ist Indien als drittstärkste Volkswirtschaft etwa 50 Prozent leistungsstärker als das viertplatzierte Japan. Mit dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung wird Indien bis 2050 zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen. Die Wirtschaftsleistung soll dann fast zweieinhalbmal so stark sein wie die Indonesiens.

Im April hatte Spanien die Konjunkturprognose für 2015 deutlich auf 2,9 Prozent angehoben. Die Regierung in Madrid rechnet auch mit einer Verbesserung am Arbeitsmarkt. Die wirtschaftliche Entwicklung könnte Ende des Jahres eine große Rolle im Wahlkampf spielen. Spanien leidet noch immer unter den Folgen der Immobilienpreisblase, die mit der Finanzkrise 2008 platzte. Zwischen dem ersten Quartal 2008 und dem Frühjahr 2013 schrumpfte das BIP um rund acht Prozent.

Von

rtr

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