Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.10.2011

21:39 Uhr

Wirtschaftslage

Unsicherheit in den USA nimmt weiter zu

Trotz der positiven Einschätzung der US-Notenbank, sind die Aussichten für eine Erholung der Wirtschaft mau. Die Verunsicherung über die wirtschaftlichen Aussichten halte zu viele Firmen von Investitionen ab.

Der Immobiliensektor hat sich noch nicht erholt. dpa

Der Immobiliensektor hat sich noch nicht erholt.

WashingtonDie wirtschaftlichen Aussichten in den USA haben sich nach Einschätzung der US-Notenbank eingetrübt. Dennoch habe die Wirtschaftsleistung im September etwas zugenommen, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht (Beige Book) der Federal Reserve.

In den meisten Regionen der USA habe der private Verbrauch zuletzt leicht zugelegt. Auch die Bauwirtschaft spürte demnach hier und dort eine Aufhellung, aber der Immobiliensektor sei weiter in schwacher Verfassung, hieß es in dem Bericht. Die Verunsicherung über die wirtschaftlichen Aussichten halte zudem viele Firmen von Investitionen ab. Viele Firmen zögern der Fed zufolge bei dem Aufbau ihrer Lagerbestände vor dem entscheidenden Weihnachtsgeschäft. Dies deutet darauf hin, dass sie an der Ausgabenbereitschaft ihrer Kunden zweifeln.

Die US-Aktienmärkte weiteten in Folge des Fed-Berichtes ihre Verluste aus, während Anleihen zulegten. Analysten sagten, die wichtigste Botschaft des Berichtes sei eine andauernde Unsicherheit und Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung.

US-Sparpaket: Obamas Offensive im Rosengarten

US-Sparpaket

Obama geht in die Offensive

Der Präsident will Schulden in Billionenhöhe abbauen und stellt eigene Pläne vor.

Wie aus den vergangene Woche veröffentlichten Sitzungsprotokollen der Fed hervorgeht, hat der geldpolitische Ausschuss der Notenbank bei seinem jüngsten Treffen wegen der andauern schwierigen Wirtschaftslage unter anderem weitere Staatsanleihenkäufe erwogen. „Die meisten Mitglieder waren sich darin einig, dass die Berichtigungen des wirtschaftlichen Ausblicks einige weitere Schritte zur geldpolitischen Anpassung erforderlich machen, um eine stärkere Erholung zu unterstützen“, hieß es in den Protokollen.

Die Federal Reserve hatte im September zur Unterstützung der lahmenden Konjunktur beschlossen, bis Mitte kommenden Jahres für 400 Milliarden Dollar lang laufende Anleihen zu erwerben. Parallel sollen aus der in der Krise auf gut 2,9 Billionen Dollar aufgeblähten Bilanz der Fed kurz laufende Treasuries mit Laufzeiten unter drei Jahren im selben Umfang verkauft werden. Ziel dieser sogenannten „Operation Twist“ ist es, die langfristigen Zinsen zu senken. Dadurch werden - so das Kalkül - Kredite tendenziell billiger. Dies soll Wirtschaft und Verbrauchern helfen. Die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed ist für den 2. November terminiert.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×