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28.01.2004

14:40 Uhr

Wirtschaftswachstum von 1,5 bis 2,0 Prozent erwartet

Clement: Es geht wieder bergauf

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat am Mittwoch den Jahreswirtschaftsbericht in Berlin vorgelegt. Darin kommt der Minister zu dem Schluss, dass "das Tal der Tränen durchschritten ist". Nach drei Jahren schwacher Wirtschaftsleistung erwartet die Bundesregierung für 2004 eine spürbare Erholung der deutschen Wirtschaft.

HB BERLIN. „Es geht endlich wieder aufwärts in Deutschland.“ Die wirtschaftliche Belebung komme langsam voran und werde zunächst vor allem getragen von weltwirtschaftlichen Impulsen aus den USA und aus China. Deutsche Firmen profitierten vom Wachstum des Welthandels um bis zu 8 Prozent besonders im Bereich der Ausrüstungsinvestitionen. Insgesamt erwartet die Bundesregierung weiter ein Wirtschaftswachstum in Deutschland von 1,5 bis 2,0 Prozent und geht für die Haushaltsplanung von 1,7 Prozent aus. Damit entspricht die Prognose den Konjunkturerwartung der meisten Wirtschaftsforscher und Bankenvolkswirte.

Clement sagte, die Lage auf dem Arbeitsmarkt werde sich in diesem Jahr verbessern. „Die eigentliche Trendwende kommt dann 2005.“ Unterm Strich seien die Chancen größer als die Risiken für die deutsche Konjunktur. „Risiken resultieren insbesondere aus der Kursentwicklung des Euro, der offenkundig auch in der Europäischen Zentralbank (EZB) aufmerksam beobachtet wird.“

Nach dem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr setzt die Bundesregierung in diesem Jahr nicht nur auf stärkere Exporte, sondern auch auf eine bessere Entwicklung im Inland. „Wir erwarten erstmals seit langem wieder spürbare Impulse auch von der Binnennachfrage, etwa vom privaten Konsum, der wieder anziehen dürfte“, sagte Clement. Der private Verbrauch werde um rund 1,2 Prozent zulegen, da die Menschen einen Nachholbedarf beim Konsum hätten und zudem von den jüngsten Steuerentlastungen profitierten.

Clement kündigte an, die Regierung werde ihre Reformen fortsetzten. 2004 müsse zudem zu einem Jahr der Innovationen werden.

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