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12.04.2006

11:30 Uhr

WTO erwartet Wachstum

Deutschland führt im Export

Deutschland hat seine Position als Exportweltmeister bei Waren im Jahr 2005 verteidigt. Die Welthandelsorganisation WTO platzierte die Bundesrepublik mit deutlichem Abstand auf die Spitzenposition der am gestrigen Dienstag veröffentlichten Liste der größten Ausfuhrländer im Jahr 2005.

jdh GENF. Gleichzeitig prognostiziert die WTO ein Wachstum für die Weltwirtschaft für 2006 von nur 3,5 Prozent. Der Internationale Währungsfonds hingegen rechnet mit einem Wachstum von 4,9 Prozent für die Weltwirtschaft 2006.

Deutschlands Unternehmen exportierten 2005 laut WTO Waren im Wert von rund 971 Mrd. US-Dollar. Gegenüber 2004 sei dies ein Plus von rund sieben Prozent. Auf dem zweiten Platz folgen die Vereinigten Staaten mit Exporten im Wert von 904 Mrd. US-Dollar. Auch die USA behaupteten ihren Rangplatz im Vorjahresvergleich. China festigte seine dritte Position mit Ausfuhren im Wert von 762 Mrd. US-Dollar. Auf der WTO-Rangliste folgen Japan und Frankreich auf den Rängen vier und fünf der führenden Exportnationen. Unter den zehn größten Exportländern glänzt China mit den stärksten Wachstumsraten. Gegenüber 2004 vergrößerten die Chinesen ihre Ausfuhren um 28 Prozent.

Auf der Importseite von Waren setzten die WTO-Experten die USA mit einem Wert von 1



732 Mrd. US-Dollar auf Platz eins. Es folgen Deutschland, China, Japan und Großbritannien. Weltweit steigerte der verarbeitende Sektor seinen Exportwert vor allem bei Eisen- und Stahlerzeugnissen sowie chemischen Produkten. In diesen Branchen gehört Deutschland zur Weltspitze.

Die Fachleute veröffentlichten auch die Liste der führenden Nationen bei der Ausfuhr von Dienstleistungen 2005. Beim Service-Export führen die USA vor Großbritannien und Deutschland. Beim Import von Dienstleistungen stehen die USA ebenfalls an der Spitze. Es folgen Deutschland und Großbritannien.

Insgesamt wuchs der weltweite Handel mit Waren im vergangenen Jahr um sechs Prozent. Im Jahr 2004 waren es noch neun Prozent. Den Rückgang führen die WTO-Fachleute vor allem auf die schwächer gewordene Weltkonjunktur zurück. Für 2006 erwartet die Organisation ein Wachstum des internationalen Warenaustausches von sieben Prozent. Es gebe aber eine „Reihe von Unsicherheiten“. Die Aussichten für Verbrauch und Beschäftigung seien besonders in Europa eher mäßig.

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