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31.08.2011

10:10 Uhr

Zahlen für August

Arbeitslosigkeit bleibt unter Drei-Millionen-Grenze

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August leicht gestiegen. Trotz abgeschwächter Konjunktur ist der Arbeitskräftebedarf der Unternehmen jedoch so hoch wie nie.

Arbeitssuchende stehen in einem Jobcenter der Bundesagentur für Arbeit in Frankfurt an. ap

Arbeitssuchende stehen in einem Jobcenter der Bundesagentur für Arbeit in Frankfurt an.

NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August leicht gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) vom Mittwoch waren im Vergleich zum Juli 5.000 Menschen mehr ohne Job. Gegenüber dem Vorjahr sank die Arbeitslosenzahl um 238.000 auf 2,945 Millionen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 7,0 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,6 Prozent gelegen.

„Der konjunkturelle Aufschwung verliert an Dynamik“, sagte der BA- Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise. Dennoch habe sich die grundsätzlich gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt auch im August fortgesetzt. „Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachsen weiter, und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist nach wie vor hoch“, sagte Weise.

Als Grund für die stagnierende Entwicklung im August sehen die Volkswirte neben den Sommerferien in den wirtschaftlich starken Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg auch die Betriebsferien in manchen Unternehmen. Viele Firmen verschöben die Einstellungen neuer Mitarbeiter auf September.

Arbeitslosenzahl in Deutschland von August 2010 bis August 2011

Trotz eingetrübter Geschäftserwartungen stehen die Zeichen in vielen deutschen Unternehmen weiter auf Expansion - viele Firmen suchen weiter nach neuen Mitarbeitern. Der Arbeitskräftebedarf in der Wirtschaft sei derzeit so hoch wie noch nie, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA). Der von ihr monatlich ermittelte Stellenindex BA-X erreichte mit 170 Punkten im August ein neues Allzeithoch. Dies seien 5 Punkte mehr als im Juli und 28 Punkte mehr als vor einem Jahr.

Nach BA-Erkenntnissen suchen Firmen fast aller Branchen nach gut ausgebildetem Personal. Allein im Maschinenbau, der Metallindustrie, in Architektur- und Ingenieurbüros, dem Handel und Speditionsunternehmen sowie Teilen der Baubranche sei die Nachfrage nach Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr um ein Viertel gestiegen. Eine große Rolle spielten weiterhin Zeitarbeitsunternehmen; aus dieser Branche stamme jede dritte gemeldete offene Stelle, berichtete die Nürnberger Bundesbehörde.

Kommentar: Die Stimmung wird schlechter

Kommentar

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Die Verbraucher trauen dem Aufschwung nicht mehr. In den USA sind fast alle Möglichkeiten zur Konjunkturbelebung ausgereizt. In Europa hat jedoch die Europäische Zentralbank noch Handlungspotenzial.

Der Stellenindex BA-X ist eine Art Messlatte der Bundesagentur für Arbeit (BA) für die Zahl der offenen Stellen in Behörden und Unternehmen. Der Indikator ist damit zugleich eine Art Seismograph für die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Denn sinkt der in Punkten ausdrückte BA-X, dann sinken damit in der Regel auch die Chancen für Jobsucher.

Für die kommenden Monate rechnen die Bankvertreter eher mit einer Abschwächung des Jobaufschwungs. Zwar sei man von einer Jobkrise weit entfernt, betonten die Volkswirte in einer dpa-Umfrage. Dennoch werde das getrübte Geschäftsklima unweigerlich auf den Arbeitsmarkt durchschlagen, prognostizierten sie. Erste Großbanken überdenken bereits ihre optimistische Arbeitsmarktprognose für das kommende Jahr. Derzeit sehe es eher nach 2,8 als 2,7 Millionen Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2012 aus, meint etwa HypoVereinsbank-Volkswirt Alexander Koch.

Von

dpa

Kommentare (7)

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JR1010

31.08.2011, 10:24 Uhr

wer den zahlen noch beachtung schenkt ist selber schuld...wenn ich mal meine finanzen auch so schönrechnen könnte...dann müsste ich nicht mehr arbeiten gehen...

alessandro

31.08.2011, 10:54 Uhr

a) viele sind gar nicht mehr offiziell in der Statisitk, die haben nähmlich kein Bock mehr auf die H4 Schikanen.
b) 1,5€ Jobber zählen nicht
c) alle Besucher von "Schulungsmaßnahmen" etc. dazu rechnen

5 Mio Ohne Anstellung ohne Probleme!

d) + die ganzen Geringverdiener sind wir locker bei 10 Mio "Bedürftigen".

Icke

31.08.2011, 11:06 Uhr

Zeitarbeitsfirmen melden oft Stellen die sie garnicht haben.

Diese fiktiven Stellenangebote kann man in der Online-Jobbörse der Arbeitsagentur leicht erkennen, da wird dann drei oder vier Monate lang ein einziger Handwerker einer bestimmten Berufsgruppe zum sofortigen Arbeitsbeginn gesucht.
Im Antwortschreiben auf die Bewerbung ist dann auch im allgemeinen keine Rede mehr von der Stelle auf die man sich beworben hat, stattdessen wird einem mitgeteilt das man in den "Bewerberpool" aufgenommen wird.

Am Telefon explizit auf die ausgeschriebene Stelle angesprochen wurde mir dann unwillig mitgeteilt das man keine Ahnung habe ob die ausgeschriebene Stelle noch offen sei, man habe jedoch laufend Stellen zu besetzen, in den Bewerberpool müßte ich mich sowiso erstmal aufnehmen lassen und generell hätte ich mich ja "um die Mitarbeit in ihrem Unternehmen beworben".

Meist hört man nach seiner katalogisierung nichts mehr von der Leihfirma, mit der Größe des Bewerberpools wird oft aktiv geworben.

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