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16.08.2011

11:40 Uhr

Zahlen für das zweite Quartal

Wachstum in der Eurozone stürzt ab

Die Zahlen zum Wachstum der Eurozone sind noch schlechter ausgefallen als erwartet. In Deutschland stagnierte die Wirtschaft fast. Damit steigt die Sorge vor einer neuen Konjunkturflaute.

Frauen mit Einkaufstüten in der Kölner Fußgängerzone. Quelle: dpa

Frauen mit Einkaufstüten in der Kölner Fußgängerzone.

Neue Zahlen zum Wachstum der Eurozone erhöhen die Sorge vor einer Konjunkturflaute. Im zweiten Quartal 2011 schwächte sich das Wachstum in der Eurozone deutlich ab, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg in einer ersten Schätzung mit. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den 17 Euro-Ländern legte danach im Vergleich zum Vorquartal nur um 0,2 Prozent zu. Damit lag es noch unter den ohnehin niedrigen Erwartungen von Ökonomen, die einen Zuwachs von 0,3 Prozent erwartet hatten. Von Januar bis März war die Wirtschaft in der Eurozone noch um 0,8 Prozent gewachsen.

Ausschlaggebend für den Rückfall war vor allem die Schwäche der deutschen Wirtschaft. In den Euro-Staaten Frankreich und Portugal sowie in Ungarn stagnierte die Wirtschaft im zweiten Quartal. Am besten schnitten unter den Euro-Ländern Estland (1,8 Prozent), Finnland (1,2 Prozent) und Österreich (1,0 Prozent) ab.

Zuvor hatte bereits das Statistische Bundesamt bekannt gegeben, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal fast stagnierte. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von April bis Juni nur noch um 0,1 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr, teilte das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mit. „Das ist das langsamste Wachstum seit Jahresbeginn 2009, als die Finanzkrise ihren Höhepunkt erreichte“, sagte ein Statistiker.

Die 45 von Reuters befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet, wobei ihre Prognosen von 0,2 bis 0,8 Prozent reichten. Das Wachstum für das erste Quartal korrigierten die Statistiker gleichzeitig von 1,5 auf 1,3 Prozent nach unten. „Die privaten Konsumausgaben und die Bauinvestitionen bremsten die deutsche Wirtschaft im zweiten Vierteljahr 2011“, hieß es. Weil die Importe schneller stiegen als die Exporte, kamen auch vom Außenhandel negative Impulse. Dagegen zogen Investitionen der Unternehmen an und hielten die Wirtschaft damit auf Wachstumskurs. Details wollen die Statistiker am 1. September nennen.

Kommentare (34)

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leser

16.08.2011, 11:57 Uhr

Jetzt stürzt sogar schon das Wachstum ab.
Irgendwie nett.
Der CvD gehört gefeuert.
sry

watchdog

16.08.2011, 12:03 Uhr

Absturz??? Man haette auch eine positive Schlagzeile waehlen koennen - doch gute Nachrichten verkaufen sich mal nicht so gut!
Leitartikel...im Vergleich mit dem Vorjahresquartal legte das Bruttoinlandsprodukt um kräftige 2,8 Prozent zu

Pendler

16.08.2011, 12:05 Uhr

Nunja, wenn man sich imemr mehr auf die Ramsch-produktion konzentriert, in dem man die typische Ramsch-Käuferschicht subventieoniert, ist es doch schon ein logische Konsequenz, wenn die sogenannte Konjunkturbelebung eher nur ein Strohfeuer ist.

Ist doch mein reden: "Raus aus long, ab ins short"

Egal,w as komtm, man kann imemr daran verdienen

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