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04.01.2013

14:39 Uhr

Zahlen für Dezember

US-Arbeitsmarkt kommt nur langsam auf die Beine

US-Präsident Obama hat noch viel Arbeit vor sich. Zwar gab es zuletzt positive Zeichen von der amerikanischen Wirtschaft. Der Arbeitsmarkt kommt aber nur langsam in Gang. Ökonomen warnen vor zu großem Optimismus.

Ein Arbeitssuchender wird ein einem Jobcenter in New York von einem Mitarbeiter beraten. dpa

Ein Arbeitssuchender wird ein einem Jobcenter in New York von einem Mitarbeiter beraten.

WashingtonDie US-Wirtschaft hat im Dezember etwas weniger neue Stellen geschaffen. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 155.000, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 150.000 gerechnet, nachdem es im November noch ein Plus von 161.000 gegeben hatte. Die meisten neuen Jobs seien im Gesundheitssektor, im Gaststättengewerbe sowie in der Industrie und im Bau geschaffen worden, teilte das Ministerium weiter mit.

Die Arbeitslosenquote verharrte bei 7,8 Prozent. Sie liegt damit deutlich über dem Schnitt der vergangenen 60 Jahre von sechs Prozent. "Unsere Wirtschaft wächst, aber sie boomt nicht", sagte Ökonom Jim O'Sullivan von High Frequency Economics.

Thilo Heidrich von der Postbank sieht insgesamt jedoch eine "sehr robuste Erholungstendenz". Seit Oktober 2010 seien in der Summe 4,1 Millionen Arbeitsplätze außerhalb des Agrarsektors geschaffen worden. Damit wurde gut die Hälfte der zwischen Februar 2008 und September 2010 als Reaktion auf die Krise gestrichenen Stellen wieder neu besetzt.

Nach Prognose der Industriestaaten-Organisation OECD wird die US-Wirtschaft 2013 mit 2,0 Prozent ähnlich schnell wachsen wie in diesem Jahr mit 2,2 Prozent. 2014 soll sich das Tempo auf 2,8 Prozent erhöhen. Gebremst werden dürfte die Erholung am Arbeitsmarkt von der Regierung, die voraussichtlich ab März kräftig Ausgaben kürzen muss. Experten rechnen deshalb damit, dass Stellen etwa beim Militär und in staatlichen Bildungseinrichtungen gestrichen werden.


 

Von

rtr

Kommentare (1)

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Ottavo

05.01.2013, 20:23 Uhr

Wer chinesischen oder US-Statistiken glaubt, ist selber schuld!

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