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12.08.2014

12:58 Uhr

ZEW-Index bricht ein

Deutsche Wirtschaft gerät ins Schlingern

Beginn einer neuen Krise? Der ZEW-Konjunkturindex sinkt überraschend deutlich. Die weltweiten Krisen zeigen „spürbare Auswirkungen“. Auch die Bundesregierung rechnet mit schlechten Nachrichten.

Schwacher ZEW-Index enttäuscht Anleger

Video: Schwacher ZEW-Index enttäuscht Anleger

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Berlin/MannheimBörsenprofis bewerten die Aussichten für die deutsche Wirtschaft im August den achten Monat in Folge skeptischer. Das Barometer für die ZEW-Konjunkturerwartungen sank überraschend deutlich um 18,5 auf 8,6 Punkte und damit so kräftig wie seit rund zwei Jahren nicht mehr, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner Umfrage unter Investoren und Analysten mitteilte. Das ist der tiefste Stand seit Dezember 2012.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen Rückgang auf 18,2 Zähler erwartet. Das ZEW begründete die Entwicklung damit, dass „die anhaltenden geopolitischen Spannungen mittlerweile spürbare Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft zeigen“. Da auch die Konjunktur im Euro-Raum nicht richtig in Fahrt komme, sei zu befürchten, dass das „Wirtschaftswachstum in Deutschland 2014 weniger stark ausfallen wird als bislang erwartet“.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Ökonomen sehen den wirtschaftlichen Aufschwung nun in Gefahr. „Die Sorgen um das Wachstum in Deutschland und der Euro-Zone sowie die Eskalation in der Ost-Ukraine machen die Finanzmärkte nervös“, sagt Christian Schulz von der Berenberg Bank. Der stärkste Rückgang seit der Euro-Krise 2012 zeige, wie nervös die Investoren seien.

Ähnlich sieht das auch Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe. „Die konjunkturelle Aufbruchstimmung ist dahin. Stattdessen macht sich Konjunkturskepsis breit - vor allem wegen der geopolitischen Lage.“ Die überzogenen Wachstumserwartungen würden nun angepasst. Einen Konjunktureinbruch müsse man aber nicht fürchten.

Kommentare (9)

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Herr Fred Meisenkaiser

12.08.2014, 11:57 Uhr

Es fehlt die Nachfrage! Das sind die Folgen der Umverteilungspolitik von unten nach oben. Die Menschen haben kein Geld mehr übrig, vorrangig Abgaben fressen das Einkommen auf. Demgegenüber haben einige wenige zu viel Geld, stecken es aber nur zu einem kleinsten Teil in den Konsum!
Alles bekannt, Systemfehler!

Herr Kurt Siegel

12.08.2014, 12:14 Uhr

Hätte der Bürger mehr verfügbares Einkommen, dann könnte er auch mehr Geld ausgeben, aber leider wird man ja geschröpft wo es nur geht; exemplarisch sind die total widersinnige EEG-Umlage sowie die kalte Progression erwähnt, die es verhindern, dass man mehr in der Tasche zum Ausgeben hat.

Zudem werden die Sparguthaben von Schäuble willentlich entwertet (Altersvorsorge ade), damit unsere Freunde im Süden am Leben erhalten werden können.

Hoffentlich bricht die Nachfrage noch mehr ein, denn ohne Druck entscheidet unsere Regierung leider nichts.

Frau Margrit Steer

12.08.2014, 12:52 Uhr

Ja dasd war doch aber absehbar. Wo nur noch Gier einiger Weniger herrscht, bricht so ein Gebäude irgendwann zusammen.
Und diese Merkel-Regierung tut nichts dagegen, wie auch? Sie hat es doch selbst mit zu verantworten.
Der Euro, dieses Kunstgeld, war für uns normale Bürger eine 100%ige Preiserhöhung und ist es bis heute.
Nun hat halt niemand mehr Geld um einzukaufen, es seidenn in Billigläden und die wrden ja auch immer mehr.
Merkel und Schäuble machen Politik für oberen Zehntausend, der normale Bürger kommt bei denen gar nicht vor
Und nun noch die vom Westen selbst ausgelöste Ukraine-Krise.
Deutschland geht seinem Ende entgegen
Wir schlittern mit Macht in eine DDR 2.0

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