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21.01.2014

10:40 Uhr

ZEW-Index

Kleiner Dämpfer für Konjunktur-Optimisten

Der ZEW-Index über die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten für Deutschland ist im Januar leicht gesunken. Dennoch erwartet die Mehrheit einen Aufschwung. Das liegt vor allem am besseren Ausblick für die Euro-Zone.

Eine Baustelle am Hamburger Hafen. Die deutsche Wirtschaft dpa

Eine Baustelle am Hamburger Hafen. Die deutsche Wirtschaft

Mannheim/BerlinBörsenprofis setzen auch zum Jahresanfang auf ein Anziehen der Konjunktur in Deutschland. Das Barometer des ZEW-Instituts sank zwar im Januar minimal, liegt aber auf dem zweithöchsten Stand seit April 2006, wie die Mannheimer Forscher am Dienstag mitteilten. "Seit Monaten erwarten die Finanzmarktexperten einen Aufschwung", sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. "Die deutlich verbesserte Lageeinschätzung scheint das nun zu bestätigen." Denn die Fachleute bewerteten die Situation der heimischen Wirtschaft so günstig wie zuletzt im Mai 2012.

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragte 254 Analysten und institutionelle Anleger. Die Konjunkturerwartungen der Experten für die kommenden sechs Monaten sanken im Januar überraschend auf 61,7 Punkte von 62,0 Zählern im Dezember. Es war der erste Rückgang nach fünf Anstiegen in Folge. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus auf 64,0 Punkte gerechnet. Die meisten Volkswirte sehen dies aber nicht als Zeichen der Schwäche. "Das aktuelle Niveau des ZEW-Index signalisiert vielmehr bereits eine spürbar höhere Dynamik der deutschen Wirtschaft", sagte Thomas Gitzel von der Liechtensteiner VP Bank.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Die Zuversicht der Experten rührt daher, dass die vom ZEW befragten Fachleute vor allem die aktuelle Konjunktur-Lage besser einschätzten. Dieses ZEW-Teilbarometer stieg unerwartet kräftig auf 41,2 Zähler von 32,4 Punkten. "Aus Hoffnung wird Wirklichkeit", betonte Christian Schulz von der Berenberg Bank. Denn der Optimismus der Investoren schlage sich immer stärker in den harten Konjunkturdaten nieder. Für Zuversicht sorgte auch, dass sich die Konjunkturerwartungen für den Euroraum weiter aufhellten. Die Wirtschaftskraft in den Krisenländern dürfte Ende 2013 gestiegen und auch der Start ins neue Jahr gelungen sein, sagte Stefan Kipar von der BayernLB. "Die deutsche Wirtschaft profitiert von dieser Stabilisierung im Euro-Raum, da sich die Absatzperspektiven der deutschen Unternehmen dadurch verbessern."

Ökonomen sagen der Konjunktur für 2014 ein spürbares Anziehen um rund 1,7 Prozent voraus. Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft nur um magere 0,4 Prozent gewachsen.



Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

21.01.2014, 12:23 Uhr

Zitat : Der ZEW-Index über die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten für Deutschland ist im Januar leicht gesunken. Dennoch erwartet die Mehrheit einen Aufschwung.

- weil die Mehrheit den Aufschwung im Koalitionsvertrag festgeschrieben hat ?

Lachnummer !

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