Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.12.2013

13:12 Uhr

ZEW-Index legt deutlich zu

Glänzende Aussichten für 2014

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist so gut wie lange nicht mehr. Finanzexperten rechnen mit einem kräftigen Aufschwung. Das ZEW-Barometer steigt auf den höchsten Stand seit April 2006.

Das Stahlwerk von Thyssen in Duisburg: Die deutsche Wirtschaft soll 2014 kräftig wachsen. dpa

Das Stahlwerk von Thyssen in Duisburg: Die deutsche Wirtschaft soll 2014 kräftig wachsen.

Berlin/MannheimDie Börsenprofis blicken zum Jahresende überraschend zuversichtlich auf die deutsche Wirtschaft. Das ZEW-Barometer für die Konjunkturerwartungen in den kommenden sechs Monaten stieg im Dezember auf 62,0 Punkte von 54,6 Zählern im November, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner Umfrage unter 252 Analysten und institutionellen Anlegern mitteilte. Das ist der höchste Stand seit April 2006. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 55,0 gerechnet.

„Die Finanzmarktexperten sehen dem Jahr 2014 mit Optimismus entgegen“, sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. Trotz zuletzt eher enttäuschender Wirtschaftszahlen werde für das kommende Jahr mit einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Lage sowohl in Deutschland als auch im Euroraum gerechnet. Entsprechend verbesserten sich auch die Konjunkturerwartungen für die Eurozone um 8,1 Punkte auf 68,3 Zähler. Die Lagebeurteilung fiel ebenfalls besser aus.

Konjunkturindikatoren

ZEW-Konjunkturerwartungen

Der vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) herausgegebene Index beruht auf der Befragung von 350 Analysten und Finanzmarktexperten. Sie geben dabei ihre Einschätzung über die künftige Wirtschaftsentwicklung ab. Der Index zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung ergibt sich aus der Differenz der positiven und negativen Erwartungen über die künftige Wirtschaftsentwicklung. Er wird zur Monatsmitte erhoben.

ifo-Index

Der international beachtete Index basiert auf einer Befragung von etwa 7000 Unternehmen aus Bau, Einzelhandel und Industrie. In einem Fragebogen beurteilen sie ihre gegenwärtige Geschäftslage sowie die Erwartungen für die Zukunft. Beide werden im Geschäftsklima zusammengefasst. Der Index ergibt sich aus dem Saldo der Antworten gut und schlecht.

Einkaufsmanagerindex

Wird von der britischen Forschergruppe Markit erhoben. Er beruht für Deutschland auf Umfragen unter Einkaufsmanagern von 500 repräsentativ ausgewählten deutschen Industrieunternehmen. Bestandteile des Index sind Auftragseingänge, Preise und Beschäftigung. Der Index hat einen relativ kurzen Vorlauf gegenüber der Produktion.

Geldmenge (M1)

Umfasst den Bargeldumlauf und die Sichteineinlagen, wie zum Beispiel Sparbücher. Da die in M1 enthaltenen Bestandteile direkt für Transaktionen zur Verfügung stehen, deutet ein Anstieg darauf hin, dass die Kaufbereitschaft der Konsumenten und Unternehmen steigt. Der Indikator hat einen Vorlauf von zwei bis drei Quartalen.

 

Baltic Dry Index (BDI)

Der BDI ist ein Preisindex für die Verschiffungskosten wichtiger Rohstoffe wie Stahl, Eisenerz, Kohle und Getreide auf Standardrouten. Er wird durch das Angebot an frei stehendem Schiffsladeraum und die Hafenkapazitäten beeinflusst. Da Rohstoffe als Vorprodukte am Anfang der Wertschöpfungskette stehen, ist der BDI ein guter Frühindikator für die Weltkonjunktur.

GfK-Konsumklimaindex

Der Index des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK prognostiziert die Veränderung der monatlichen privaten Konsumausgaben. Hierfür werden 2000 repräsentativ ausgewählte Personen nach ihren Einkommens- und Konjunkturerwartungen befragt.  

 

„Wir gehen davon aus, dass es mit der allmählich anziehenden Weltkonjunktur zu tun hat und gar nicht so viel mit der Entwicklung in Deutschland“, sagte ZEW-Konjunkturexperte Jesper Riedler. In der Bundesrepublik könne vor allem die Exportbranche profitieren, etwa Automobil, Maschinenbau und Elektro. Auch das Münchner Ifo-Institut geht in seiner heute vorgelegten Prognose für 2014 davon aus, dass die deutsche Wirtschaft mit 1,9 Prozent wieder kräftig wächst.

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

17.12.2013, 11:53 Uhr

Und wie werden diese Produkte gekauf ? Na klar, via Kapitalexporte aus D. Tolles Geschäftsmodell, ihr Superexperten !

werner

17.12.2013, 12:32 Uhr

was fuer eine dreckige feiste luege,eine von vielen tausend die mir noch zu lesen und hoeren bekommen.die volksverdummung wird wohl die groesste arbeit der neuen Grosskotz koalition,der neueste fluch deutschlands

Wolle

17.12.2013, 13:02 Uhr

Kann mich nicht erinnern dass wir uns "Duzen".

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×