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17.05.2011

13:26 Uhr

ZEW-Index

Miese US-Signale dämpfen Konjunkturoptimismus

Die Einschätzung der Analysten zur deutschen Konjunktur ist auf ein Rekordniveau geklettert. Gleichzeitig sind die Erwartungen auf nahe Null gesunken. Mit einem weiteren Konjunkturschub wird damit nicht mehr gerechnet.

Das Hapag-Lloyd Containerschiff "Chicago-Express" liegt im Hamburger Hafen. Quelle: dpa

Das Hapag-Lloyd Containerschiff "Chicago-Express" liegt im Hamburger Hafen.

MannheimNach dem furiosen Jahresauftakt rechnen Börsenprofis in den kommenden Monaten mit deutlich weniger Schwung für die deutsche Wirtschaft. Die ZEW-Konjunkturwartungen sanken im Mai um 4,5 Punkte auf 3,1 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Es war der dritte Rückgang in Folge. Der Index liegt damit weit unter dem historischen Mittelwert von 26,5 Punkten.

„Deutschland hat die Folgen des Wirtschaftseinbruchs unerwartet schnell wettgemacht. Diese erfreuliche Dynamik wird sich indes nicht ungebremst fortsetzen“, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Hinzu kämen Risiken wie beispielsweise die Schuldenkrise im Euroraum. Auch durchwachsene Konjunktursignale aus den USA und ein schwächerer Ausblick für China dürften die Erwartungen eher gedämpft haben.

Die aktuelle Lage beurteilten Analysten und institutionelle Anleger dagegen so gut wie nie zuvor. Der entsprechende Indikator stieg auf 91,5 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Beginn der Umfrage 1991.

Ähnlich war das Bild für den Euroraum: Die Konjunkturerwartungen sanken um 6,1 Punkte auf nun 13,6 Punkte. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage verbessert sich dagegen um 8,0 Punkte auf 13,6 Punkte.

Aus dem Rückgang der Konjunkturerwartungen dürfe nicht auf ein baldiges Ende des Aufschwungs geschlossen werden, erklärten Volkswirte der Commerzbank. Sie erwarten im Gesamtjahr einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 3,4 Prozent. Im ersten Quartal war die deutsche Wirtschaft vor allem dank der enormen privaten Nachfrage und hoher Investitionen gegenüber dem Schlussquartal 2010 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,5 Prozent gewachsen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

17.05.2011, 12:02 Uhr

Gut so. Hoffentlich kommt es auch wirklich so. Der "Aufschwung" hat derart viel Unglück über die deutschen Arbeitnehmer gebracht, und im Gegenbsatz dazu die Unternehmergewinne aufs Unendliche hochgetrieben, dass es nur zu hoffen ist, dass die Konjunkturdaten stark zurückfahren.

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