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15.04.2014

10:58 Uhr

ZEW-Index

Ukraine-Krise dämpft Konjunktur-Optimismus

Das ZEW-Barometer über die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten ist im April zurückgegangen. Grund ist die Krise in der Ukraine. Der Rückgang ist stärker als von Experten erwartet.

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Börsen-Profis bewerten die Aussichten für die deutsche Wirtschaft unter dem Eindruck der schwelenden Ukraine-Krise erneut schlechter. Sie senkten ihre Konjunkturerwartungen im April nicht nur den vierten Monat in Folge, sondern auch stärker als erwartet. Das Barometer fiel um 3,4 auf 43,2 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 238 Anlegern und Analysten mitteilte. Ökonomen hatten nur einen Rückgang auf 45,0 Zähler erwartet.

"Dass die Finanzmarktexperten im April vorsichtigere Prognosen abgeben, dürfte mit dem Ukraine-Konflikt zusammenhängen, der nach wie vor für Verunsicherung sorgt", erklärte das ZEW. Dort droht der Konflikt mit dem benachbarten Russland zu eskalieren, was Wirtschaftssanktionen des Westens nach sich ziehen könnte. Diese würden vermutlich beide Seiten hart treffen.

Konjunkturaussichten für die Euro-Länder

Spanien

Spanien könnte 2014 wieder um ein Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit soll jedoch mit 25,7 Prozent hoch bleiben. Das Haushaltsdefizit wird auf 5,8 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt.

Frankreich

Frankreichs Wachstum dürfte 2014 mit 1,0 Prozent unter dem Durchschnitt der Euro-Zone bleiben. Die Arbeitslosigkeit soll auf elf Prozent steigen.

Griechenland

Die griechische Wirtschaft soll 2014 erstmals seit sechs Jahren wieder um 0,6 Prozent wachsen. Trotz der erwarteten Besserung dürfte die Arbeitslosigkeit mit 26 Prozent vergleichsweise hoch bleiben. Bei der Verschuldung werden 177 Prozent der Wirtschaftsleistung erwartet.

Italien

Italiens Wirtschaft soll 2014 um 0,6 Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit dürfte hingegen auf einen Rekord von 12,6 Prozent klettern. Der Schuldenstand bleibt hartnäckig hoch: 2015 soll er mit 132,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts leicht unter dem diesjährigen Niveau liegen.

Zypern

Um 4,8 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt einbrechen. Die Arbeitslosigkeit dürfte auf den Rekordwert von 19,2 Prozent steigen.

Portugal

Für Portugal erwartet die EU-Kommission 2014 ein Wachstum von 0,8 Prozent. 2015 soll die Arbeitslosenquote mit 16,5 Prozent einen Tick unter den diesjährigen Wert fallen. Der Schuldenstand dürfte nach dem Rekordwert von 129,4 Prozent im vorigen Jahr bis 2015 wieder auf 125,8 Prozent zurückgehen.

Irland

Irlands Wirtschaft dürfte 2014 mit 1,8 Prozent deutlich stärker wachsen als der gesamte Währungsraum. Bis 2015 soll die Arbeitslosenquote auf 11,2 Prozent fallen, nachdem sie 2013 noch bei 13,1 Prozent lag. Das Defizit soll 2015 auf 4,3 Prozent sinken.

Quelle

EU-Kommission

Dafür beurteilten die Experten die aktuelle Lage so gut wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr: Dieses Barometer kletterte um 8,2 auf 59,5 Punkte. "Die Wirtschaft in Deutschland brummt und ist damit auch ein wesentlicher Grund dafür, dass die Konjunkturerwartungen sinken", sagte DekaBank-Ökonom Andreas Scheuerle. "Klingt seltsam, ist aber so, denn es fehlt den Finanzmarktanalysten schlichtweg die Fantasie, dass es noch besser kommen könnte." Dazu trage neben der Ukraine-Krise auch die Schwäche vieler Schwellenländer und der starke Euro bei.

Die meisten Experten rechnen aber wegen steigender Konsumausgaben und Investitionen mit einem anhaltenden Wachstum. "Die deutsche Konjunktur läuft ganz ordentlich, und es spricht nichts dagegen, dass sich die Erholung fortsetzen wird", sagte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

15.04.2014, 11:58 Uhr

Könnte ews sein, dass man mit der (angeblichen) Krise der Ukraine nur davon ablenken will, dass BRICT gerade massiv in den Keller sackt.

Oder wer glaubt hier, dass die wirtschaftliche Abkühlung in China etwas mit der Ukraine zu tun hat?

Account gelöscht!

15.04.2014, 11:59 Uhr

Könnte ews sein, dass man mit der (angeblichen) Krise der Ukraine nur davon ablenken will, dass BRICT gerade massiv in den Keller sackt.

Oder wer glaubt hier, dass die wirtschaftliche Abkühlung in China etwas mit der Ukraine zu tun hat?

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