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16.01.2007

11:23 Uhr

ZEW-Indikator

Konjunktur weiter im Aufwärtstrend

Die Konjunkturerwartungen der Finanzmarktprofis haben sich im Januar überraschend deutlich aufgehellt. Der ZEW-Indikator stieg auf den höchsten Stand seit August 2006 und fiel damit besser aus als erwartet. Doch Experten warnen gleich vor drei Risiken.

Finanzalaysten sind weiter in guter Stimmung. Der ZEW-Index steigt. Foto: dpa dpa

Finanzalaysten sind weiter in guter Stimmung. Der ZEW-Index steigt. Foto: dpa

HB BERLIN. Das monatliche Stimmungsbarometer des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg auf minus 3,6 von minus 19 Punkten im Dezember. Experten hatten im Schnitt mit minus zehn Punkten gerechnet. Trotz des Anstiegs verharrte der Indikator aber weiterhin deutlich unter seinem historischen Mittelwert von 33,5 Punkten.

Der größere Optimismus basiert laut ZEW auf der guten Entwicklung des Arbeitsmarktes. Dadurch stiegen die Einkommensperspektiven der Arbeitnehmer und die Aussicht auf eine rege Binnenkonjunktur trotz Mehrwertsteuererhöhung. Die guten Geschäfte der Unternehmen ließen zudem hohe Investitionen erwarten.

„Der Optimismus der Finanzanalysten weist ungebrochen nach oben. Dies ist außerordentlich erfreulich und sollte Mut machen“, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz zu der Umfrage unter rund 300 Analysten und institutionellen Anlegern. Allerdings dürften die Risiken nicht kleingeredet werden. Zu ihnen gehörten steigende Energiepreise, eine nachlassende Konjunkturentwicklung in den USA und eine überzogene Lohnentwicklung hier zu Lande.

Die aktuelle Lage schätzten die Analysten erneut besser ein. Der Lageindex kletterte auf 70,6 von 63,5 Zählern im Dezember. Hier hatten die Experten im Schnitt einen Rückgang auf 62,0 Punkte erwartet. Für die Euro-Zone legten die Erwartungen auf minus 1,8 von minus drei Punkten zu.

„Das spricht dafür, dass uns kein abrupter, nachhaltiger Konjunktureinbruch ins Haus steht“, sagte Rainer Guntermann von Dresdner Kleinwort. Carsten Klude von MM Warburg ergänzte: „Die Mehrwertsteuer-Diskussion in Deutschland hat in den letzten Wochen ihren Schrecken verloren.“

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