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13.01.2015

09:19 Uhr

Ziel für 2014 verfehlt

Chinas Außenhandel enttäuscht

China hat sich für seinen Außenhandel ein zu hohes Ziel gesteckt. Die Maßgabe für 2014 ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Und das, obwohl die Exporte im Dezember noch einmal unerwartet stark gestiegen waren.

Ziel verfehlt: Für 2014 hatte die Regierung in Peking eigentlich einen Zuwachs des Außenhandels um 7,5 Prozent angestrebt. dpa

Ziel verfehlt: Für 2014 hatte die Regierung in Peking eigentlich einen Zuwachs des Außenhandels um 7,5 Prozent angestrebt.

PekingMit einem Zuwachs des Außenhandels von nur 3,4 Prozent hat China im vergangenen Jahr sein selbst gestecktes Ziel nicht einmal zur Hälfte erreicht.

Unerwartet stark legten die Exporte allerdings im Dezember noch einmal mit 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Die Importe gingen zum Jahresende gleichwohl um 2,4 Prozent zurück, wie der Zoll am Dienstag in Peking berichtete.

Für 2014 hatte die Regierung in Peking eigentlich einen Zuwachs des Außenhandels um 7,5 Prozent angestrebt. Die verlangsamte Erholung der Weltwirtschaft und schwache heimische Investitionen und Nachfrage seien die Hauptgründe für den enttäuschenden Außenhandel der größten Handelsnation, sagte Zollsprecher Zheng Yuesheng. Er nannte auch fallende Rohstoffpreise.

Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

Immobilienblase

Seit Jahren schießen die Immobilienpreise in Chinas Großstädten in ungeahnte Höhen - seit Monaten mehren sich jedoch Zeichen für einen Kollaps.

Schattenbanken

Neben den trägen Staatsbanken hat sich in China ein großer Markt von nicht-registrierten Geldinstituten etabliert, die der Staat bislang nicht kontrollieren kann.

Faule Kredite

Banken haben ohne genaue Prüfung Firmen immense Kredite für unproduktive und verschwenderische Investitionen gegeben.

Überkapazitäten

Mit Subventionen der Regierung haben viele Branchen gewaltige Überkapazitäten aufgebaut, beispielsweise die Solarindustrie. Aber sie werden ihre Produkte nicht los.

Internationale Krisen

Chinas Wirtschaft hängt vom Export ab. Geraten wichtige Abnehmerländer in Krisen, hat auch China Probleme.

Die Exporte legten im ganzen Jahr um 6,1 Prozent zu, während die Importe um 0,4 Prozent anstiegen. Chinas Außenhandelsüberschuss stieg damit kräftig um 45 Prozent auf 2,35 Billionen Yuan, heute umgerechnet 320 Milliarden Euro.

Der Handel mit der Europäischen Union, die 2014 der größte Handelspartner Chinas blieb, wuchs um 8,9 Prozent auf 3,78 Billionen Yuan, umgerechnet 515 Milliarden Euro. Mit den USA, Chinas Nummer Zwei, wurde 5,4 Prozent mehr gehandelt.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Tom Schmidt

13.01.2015, 10:28 Uhr

Ich lach mich krank! Und der Witz ist, dass die Meute der Finanzprofis das Ganze noch glaubt!

Finn Mayer-Kuckuck hat hier oft und interessant berichtet (wo ist er überhaupt?), Stichwort versteckte Kapitalströme). Als Konsequenz sollte mal in Frage gestellt werden ob China überhaupt wächst und Handelsüberschüsse hat!

Das mag jetzt manchen zu abwegig erscheinen, also bitte hier erst mal klein anfangen: Der Handel von China mit der EU hat also 8,9% zugelegt! Kann das mal jemand Mr. Druckerpresse Draghi mitteilen? Hier boomt es offensichtlich! Jetzt wäre es eine wunderschöne Aufgabe für den Wirtschaftsjournalismus, die Gegenseite, sprich die Importzahlen der EU aus China mal zu überprüfen!

Ach ja, auch ein paar Artikel mit den Empfängern der Ware in der EU und über deren boomendes Geschäft wären doch schön!!!

Herr Tom Schmidt

13.01.2015, 15:00 Uhr

Sagt mal... bin ich wirklich der einzige, der so eine Meldung kommentiert?

Eigentlich sollte das Thema doch viel zu drängend sein! Die Erklärung, dass auf den Schiffen letztes Jahr 8 % der Waren ins Meer gefallen sind, ist eher unwahrscheinlich.

2. Möglichkeit: Chinas Wirtschaftszahlen sind reine Veröffentlichungen der KP mit keinem wirtschaftlichen Hintergrund!

3. Möglichkeit: auch sehr interessant! Nach dem von Mayer-Kuckuck beschreibenen Verfahren wird Geld von Europa nach China transferiert. Dann könnte Herr Draghi auch wissen, warum bei seinen Versuchen Geld in die Wirtschaft zu pumpen nichts rauskommt... die Banken schicken das Geld nach China!

Ist das wirklich so uninteressant?

Account gelöscht!

13.01.2015, 18:48 Uhr

Chinas Außenhandel enttäuscht

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Und die EU importiert ein Drittel mehr aus CHINA...

als dass CHINA aus der EU importiert.

Na EU wo bleibt Solidarität gegenüber CHINA ?

Importiere statt ein drittel mehr...

importiere doch fünf drittel mehr . :-)))))))))))))

40 Millionen EU-Arbeitslosen...wer in China will es wissen ?





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