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22.07.2015

12:09 Uhr

Zinserhöhung

In der britischen Notenbank droht neuer Streit

Die Notenbanker der Welt diskutieren: Befördern die niedrigen Zinsen Inflation – oder sichern sie zaghaftes Wachstum? Anfang Juli stritten britische Zentralbanker darüber – und vertagten die Entscheidung auf Jahresende.

Zinsen erhöhen – oder auf dem historisch niedrigen Niveau belassen? Die Ökonomen der britischen Notenbank streiten. dpa

Angst vor Inflation

Zinsen erhöhen – oder auf dem historisch niedrigen Niveau belassen? Die Ökonomen der britischen Notenbank streiten.

LondonIn der britischen Notenbank zeichnet sich ein neuer Streit über eine Zinserhöhung ab. Befürworter einer geldpolitischen Straffung hielten auf der jüngsten Sitzung nur aus Rücksicht auf den ungewissen Ausgang des Schuldendramas um Griechenland die Füße still. Dies geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Sitzung von Anfang Juli hervor. Die neun Währungshüter entschieden einstimmig, den Schlüsselzins auf dem historisch niedrigen Niveau von 0,5 Prozent zu belassen. Eine Reihe von Währungshütern sieht jedoch die wachsende Gefahr, dass die Inflation über das von der Zentralbank angestrebte Niveau von zwei Prozent hinausschießen könnte.

Zwei Notenbanker hatten noch Ende 2014 für eine Zinserhöhung gestimmt. Manche Experten rechnen damit, dass auf der nächsten Sitzung im August sogar drei Mitglieder die Hand dafür heben werden. Notenbankchef Mark Carney signalisierte jüngst, dass eine Zinserhöhung näher rückt. Eine Entscheidung darüber dürfte seiner Ansicht nach gegen Ende des Jahres „konkretere Züge“ annehmen. Viele Experten gehen dennoch weiter davon aus, dass die Währungshüter frühestens Anfang 2016 handeln werden.

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Von

rtr

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