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28.10.2016

16:06 Uhr

Zinserhöhung rückt näher

US-Wirtschaft läuft auf Hochtouren

Das Bruttoinlandsprodukt der USA hat unerwartet deutlich zugelegt. Die fasst angesichts Fed des Aufschwungs eine weitere Zinsanhebung ins Auge. Experten erwarten den nächsten Schritt nach oben für Dezember.

Die Fed-Sitzung Anfang November kommt wenige Tage vor den Präsidentschaftswahlen wohl zu früh für eine Zinserhöhung. AFP; Files; Francois Guillot

Janet Yellen

Die Fed-Sitzung Anfang November kommt wenige Tage vor den Präsidentschaftswahlen wohl zu früh für eine Zinserhöhung.

WashingtonDie US-Wirtschaft läuft auf Hochtouren und gibt der Notenbank Argumente für eine baldige Zinserhöhung an die Hand. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Juli bis September auf das Jahr hochgerechnet unerwartet deutlich um 2,9 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Dies ist das kräftigste Wachstum seit zwei Jahren. Experten hatten lediglich mit einem Plus von 2,5 Prozent gerechnet. Im zweiten Quartal lag der Zuwachs nur bei 1,4 Prozent. Kauffreudige Verbraucher erwiesen sich erneut als Stütze der Konjunktur: Sie steigerten ihre Ausgaben um 2,1 Prozent.

Der private Konsum macht mehr als zwei Drittel des BIP der größten Wirtschaftsnation der Welt aus. Zweiter Eckpfeiler des Wachstums war die Exportindustrie, die um zehn Prozent zulegte. Als Verkaufsschlager erwiesen sich dabei amerikanische Sojabohnen. Insgesamt trug der Außenhandel 0,83 Prozentpunkte zum BIP-Zuwachs bei.

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Die US-Notenbank Fed hat angesichts des Aufschwungs eine weitere Zinsanhebung ins Auge gefasst. Experten erwarten den nächsten Schritt nach oben für Dezember. Denn die Fed-Sitzung Anfang November kommt wenige Tage vor den Präsidentschaftswahlen wohl zu früh. Seit Dezember 2015 liegt der Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

Angesichts der überraschend stark ausgefallenen BIP-Zahlen ist der Weg für eine geldpolitische Straffung nach Ansicht des Chefökonomen der VP Bank, Thomas Gitzel, frei. Das Wachstum sei breit abgestützt. "Die Fed kann beruhigt an der Zinsschraube drehen. Nur ein Wahlsieg von Donald Trump könnte hierbei noch einen Strich durch die Rechnung machen." Der republikanische Präsidentschaftskandidat gilt als Investorenschreck. Die von dem Globalisierungsgegner propagierte Wirtschaftspolitik könnte das Wachstum nach Ansicht von Experten dämpfen. Trump liegt in Umfragen jedoch hinter seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton.

Von

rtr

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