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28.02.2015

13:30 Uhr

Zinssenkungen

Chinas Notenbank kurbelt lahmende Konjunktur an

Zinsen sinken, um die Wirtschaft anzukurbeln: Mit dieser Strategie will die chinesische Notenbank den Märkten neue Impulse geben. Das Reich der Mitte will unter allen Umständen weiter rasant wachsen.

Blick auf die Zentrale der People'Pekings Bank of China (PBOC) in Peking. dpa

Chinas Notenbank

Blick auf die Zentrale der People'Pekings Bank of China (PBOC) in Peking.

PekingChinas Notenbank stemmt sich mit einer Senkung der Leitzinssätze gegen die schwache Konjunktur. Wie die Notenbank der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt am Samstag mitteilte, werden die wichtigsten Zinssätze gesenkt. Der Ausleihungssatz sinkt um 0,25 Prozentpunkte auf 5,32 Prozent. Der Einlagensatz fällt um 0,25 Punkte auf 2,50 Prozent. Die Notenbank hatte zuletzt im vergangenen November die Zinsen gesenkt.

Die Währungshüter begründeten ihren Schritt mit Risiken für die Wirtschaft. Chinas Wirtschaft kühlt sich seit einigen Jahren ab. In der zweitgrößten Volkswirtschaft fiel das Wachstum im vergangenen Jahr mit 7,4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 1990, dem Jahr nach der blutigen Niederschlagung der chinesischen Demokratiebewegung, als Wirtschaftssanktionen gegen China verhängt worden waren. Damit wurde das Ziel der Regierung, die 7,5 Prozent angestrebt hatte, erstmals seit 1998 - wenn auch nur knapp - verfehlt.

Die Notenbank hatte mehrfach eingegriffen, um das Wachstum zu stärken. Im November hatten die Währungshüter bereits die wichtigsten Zinsen gesenkt.

Zudem hatte die Zentralregierung neue Konjunkturspritzen angekündigt. Im Laufe dieses Jahres werde der Ausbau von Chinas Infrastruktur vorangetrieben, kündigte die für die Genehmigung von Großaufträgen zuständige Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) kürzlich an. Damit solle die schwächelnde Konjunktur angetrieben werden. Bereits im vergangenen Jahr seien Projekte im Wert von 34 Milliarden Yuan (rund 4,8 Milliarden Euro) genehmigt worden.

Kommende Woche findet die jährliche Sitzung von Chinas Volkskongress statt. Es wird erwartet, dass Regierungschef Li Keqiang ein deutlich geringeres Wachstumsziel für dieses Jahr ausgibt. Experten erwarten eine Marke von 7,0 Prozent, möglicherweise sogar einen geringeren Wert.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Peter Noack

02.03.2015, 08:43 Uhr

Sieben Prozent Wachstum oder 700 Milliarden Dollar höheres BIP in nur einem Jahr als "lahmende" Konjunktur bezeichnen, kann wohl nur dpa, oder? Was will man erst skandalisieren, wenn China nur noch 6; 5 oder 4 Prozent jährlich wächst und dabei das BIP pro Jahr um 1.000 Dollar steigert? Das könnte schon 2020 der Fall sein.

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