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03.01.2011

15:08 Uhr

Zukunftssorgen

Boom löscht Angst vor der Finanzkrise nicht aus

Die Wirtschaft geht kräftig ins neue Jahr, der Konsum steigt, doch die Angst vor der Finanzkrise lässt die Deutschen nicht los. Nach einer Umfrage fürchtet jeder Zweite, dass sich die Lage an den Finanzmärkten wieder verschlechtert.

Börsenmakler in Frankfurt: Jeder zweite Deutsche befürchtet erneut eine Verschärfung der Finanzkrise ap

Börsenmakler in Frankfurt: Jeder zweite Deutsche befürchtet erneut eine Verschärfung der Finanzkrise

HB FRANKFURT. Die internationale Finanzkrise ist für viele Deutsche noch lange nicht vom Tisch. Jeder Zweite befürchtet, dass sie sich weiter verschlimmern wird, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag der Allianz. Bei den Bundesbürgern wächst demnach auch die Vorsicht bei Geldangelegenheiten. 29 Prozent der gut 1000 Befragten hätten seit Beginn der Finanzkrise nach eigenem Bekunden ihren Umgang mit Geldanlagen verändert, vor allem Selbstständige und Menschen mit hohem Einkommen. Dabei werde nun mehr Wert auf Sicherheit und genaue Informationen vor Vertragsabschlüssen gelegt.

Mit ihrer finanziellen Situation waren der Umfrage zufolge zwar 72 Prozent zufrieden und auch für 2011 zeigte sich die Mehrheit optimistisch, mindestens genauso viel Geld im Portemonnaie zu haben. Jeder Dritte rechnet jedoch mit weniger, in den neuen Bundesländern sind es sogar 40 Prozent. Gleichwohl sind fast zwei Drittel der Befragen gegen Steuersenkungen und setzen vielmehr auf eine Verbesserung des Bildungssystems. Dies halten 63 Prozent der Befragen für die wichtigste Aufgabe der Politik in diesem Jahr.

Kommentare (4)

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Siggi40

03.01.2011, 16:52 Uhr

Wir sehen gerade mal 5% der tatsächlichen Probleme der Finanzbranche. Die anderen 95% decken die Zentralbanken jeden Tag mit immer neuen Schulden zu.

--- EU-Staaten greifen für krisengeschüttelte banken tief in die Taschen ---
Die Finanzkrise hat die EU-Staaten dazu veranlasst, den banken gewaltige Summen zur Verfügung zu stellen, um die Finanzstabilität zu erhalten. Zwischen Oktober 2008 und Oktober 2010 genehmigte die Europäische Kommission nach eigenen Angaben Hilfen der 27 Mitgliedstaaten für den Finanzsektor im Umfang von insgesamt 4589 Milliarden Euro. Das meiste Geld kam aus England. Jetzt sind die Retter pleite!
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/EUStaaten-greifen-fuer-krisengeschuettelte-banken-tief-in-die-Taschen/story/26492176

--- 18,2 billionen Euro faule Werte vergiften europäische banken ---
http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/453406/182-billionen-Euro-faule-Werte-vergiften-europaeische-banken?from=gl.home_Wirtschaft

Und wie glaubwürdig sind die amerikanischen Zahlen über das Rettungspaket von 700 Milliarden Dollar? Nicht für eine einzige bank, nein, für alle! Leider sieht es in den USA noch viel schlechter aus, als bei uns.

in welche Taschen ließ die FED zehn billionen Dollar fließen?
"Wir müssen jetzt feststellen, daß Geld in einer Größenordnung durch die Hintertür dieser Regierung verschwindet wie nie zuvor in der Geschichte der USA," sagte Senator byron Dorgan (ND Dem) am 3. Februar 2009 im Kongreß. "Niemand weiß, was von der FED wegging, an wen und für was." (bloomberg.com, 9.2.2009)
http://globalfire.tv/nj/09de/globalismus/fed_10billionen.htm

im Quartalsbericht der biZ vom Juni 2008 geht hervor, dass die bankster weltweit auf über 600 bio. Dollar absolut wertloser Papierschnipsel sitzen, aus den bilanzen ausgelagert, um sie vor dem sofortigem Kollaps zu bewahren.
http://www.bis.org/press/p080609_de.pdf

Ohne einen Reset im Finanzsystem und einer Aufteilung in Geschäfts- und Zockerbanken wird es keinen Aufschwung in den westlichen industriestaaten geben.
Also keine Frage des Euros – sondern eine Frage der Erneuerung des Finanzsystems entgegen den Lobbyisten im Kanzleramt und Weißem Haus.

Der erträumte Aufschwung - Eine Fata-Morgana

Druckt wieder "schöne" Artikel

03.01.2011, 16:55 Uhr

Solange das Hb derartige Artikel veröffentlicht werden, wird die Angst nicht weichen !

http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentar-politik/europa-wer-zahlt-die-euro-rechnung;2722447

Warum bleibt das Hb nicht bei der alten Linie und redet alles schön ?

Gibt es eine neue Order von am ?

Siggi40

03.01.2011, 17:14 Uhr

Die Wirtschaft geht kräftig ins neue Jahr, der Konsum steigt ...
Unser Konjunkturboom wird vor allem durch Exportartikel befeuert. Eigentlich was Lobenswertes, weil uns weltweit bei Produktionsanlagen und Träumen auf 4 Rädern Made in Germany niemand das Wasser reichen kann. Dieses Wirtschaftswunder wurde durch hochqualifizierte Facharbeiter, Techniker und ingenieure geschaffen. Und durch viel Fleiß und der bereitschaft, mehr zu leisten.

Doch die Luft wird Jahr für Jahr immer dünner. Von den Arbeitnehmern, die den Wohlstand und das Wirtschaftswunder aufgebaut haben, gehen immer mehr in den wohlverdienten Ruhestand. Und diese Plätze können wir nicht mit 1-Euro-Jobbern, Kurzarbeitern, Aufstockern, befristet-, Teilzeit- und Geringfügig beschäftigten schließen.
Aber auch nicht durch Zuwanderer, die gerade mal 5 Sätze deutsch können, die in der Disco ausreichen, aber nicht im beruf.

Ebenso wenig durch die hohe Zahl an Schulabbrecher in den neuen bundesländern. Regional bis zu 50%, die sich alle schon auf ein Leben am Subventionstropf eingerichtet haben.
Und dann noch das demografische Problem, das alle andere in den Schatten stellt.

Made in Germany, leider ein Auslaufmodell.

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