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15.01.2007

15:23 Uhr

Zusätzliche Impulse durch Doha-Runde

Exporte boomen weiter

VonSven Afhüppe und Elga Lehari

Die deutschen Industrieunternehmen rechnen auch in diesem Jahr mit einem kräftigen Wachstum der Exportwirtschaft. Trotz der sich abzeichnenden Abkühlung der US-Konjunktur erwartet der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) einen Zuwachs von mindestens sieben Prozent im Auslandsgeschäft.

Deutsche Exporte in jeweiligen Preisen seit 1991

Deutsche Exporte in jeweiligen Preisen seit 1991

BERLIN/DÜSSELDORF. BDI-Präsident Jürgen Thumann wird den aktuellen Außenhandelsreport, der dem Handelsblatt bereits vorliegt, am kommenden Mittwoch vorstellen. Auch wenn die Exporte im vergangenen Jahr dank des kräftigen Wachstums der Weltkonjunktur noch um mehr als zwölf Prozent zulegten, bleibt das Auslandsgeschäft laut Bericht auch 2007 eine wesentliche Stütze der deutschen Konjunktur.

Dass die deutschen Exporte trotz schwacher Impulse von außen weiter boomen, liegt in erster Linie an der gestiegenen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Deutliche Kostensenkungen und moderate Lohnabschlüsse machen die Konzerne zunehmend krisenfest. Dazu kommt: Die Produkte der wichtigsten deutschen Exportbranchen Maschinenbau, Automobilindustrie und Chemie sind in aufstrebenden Ländern wie China oder Indien gefragt.

Auch der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) rechnet mit einem soliden Anstieg der Warenexporte von sechs Prozent in diesem Jahr. BGA-Chef Anton Börner: „Der Außenhandel bleibt auch 2007 der Motor der binnenwirtschaftlichen Entwicklung.“ Die seit Dezember 2006 abgegebenen Prognosen der deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute gehen von einem realen Exportanstieg zwischen sieben und gut acht Prozent aus.

Wegen des kräftigen Exportgeschäfts, hoher Investitionen und eines stärkeren Konsums erreichte die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,5 Prozent. Auch für dieses Jahr rechnen die Konjunkturexperten der Regierung damit, dass die anhaltende Belebung im Außenhandel das Wachstum deutlich stützt. Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat bereits angekündigt, dass die Regierung ihre Wachstumsprognose für 2007 nach oben korrigieren werde. Bisher hatte die große Koalition einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent erwartet. Die exakten Daten legt Glos Ende Januar mit dem Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung vor.

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