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16.07.2014

06:56 Uhr

zweites Quartal

Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet

Chinas Wirtschaftswachstum nimmt wieder Fahrt auf – und zwar stärker als erwartet. Die Konjunkturdaten könnten ein Zeichen dafür sein, dass sich die Wirtschaftsentwicklung stabilisiert habe, meinen Experten.

Arbeiter auf einer Baustelle in Peking: Chinas Konjunktur zieht wieder an. dpa

Arbeiter auf einer Baustelle in Peking: Chinas Konjunktur zieht wieder an.

PekingDie chinesische Wirtschaft ist im zweiten Quartal dieses Jahres stärker als erwartet um 7,5 Prozent gewachsen. Das teilte das Statistikamt am Mittwoch in Peking mit. Analysten hatten ein Wachstum in Höhe von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erwartet. Der Zuwachs der zweitgrößten Volkswirtschaft liegt damit auf dem von der Staatsführung gesteckten Ziel von 7,5 Prozent für dieses Jahr. Im ersten Quartal war Chinas Wirtschaft auf 7,4 Prozent Wachstum gekommen.

Die Konjunkturdaten der vergangenen drei Monate sind ein Hinweis darauf, dass sich die Wirtschaftsentwicklung in China stabilisiert hat. Nachdem sich das Wachstum über drei Quartale immer weiter abgekühlt hatte, nahm es nun erstmals wieder Fahrt auf. Sollte es allerdings in diesem Jahr bei dem Tempo bleiben, wäre es das langsamste Wachstum seit 24 Jahren. 2012 und 2013 war Chinas Wirtschaft mit 7,7 Prozent jeweils im Vergleich zum Vorjahr so langsam wie zuletzt Ende der 90er Jahre gewachsen.

Die wettbewerbsfähigsten Länder der Welt

Platz 10

Norwegen (Vorjahr: 6.)

Platz 9

Dänemark (Vorjahr: 12.)

Platz 8

Vereinigte Arabische Emirate (Vorjahr: 8.)

Platz 7

Kanada (Vorjahr: 7.)

Platz 6

Deutschland (Vorjahr: 9.)

Platz 5

Schweden (Vorjahr: 4.)

Platz 4

Hong Kong (Vorjahr: 3.)

Platz 3

Singapur (Vorjahr: 5.)

Platz 2

Schweiz (Vorjahr: 2.)

Platz 1

USA (Vorjahr: 1.)

Quelle

IMD World Competitiveness Ranking 2014

Chinas Staatsführung will eine grundlegende Umstrukturierung der Wirtschaft anstoßen. Dafür will sie auch geringere Wachstumsraten in Kauf nehmen. Kurzfristige Konjunkturmaßnahmen werde es nicht geben, hatte Regierungschef Li Keqiang vergangene Woche beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betont.

Im Vergleich zum minimalen Wachstum in Europa und den USA erscheinen Wachstumszahlen wie in China bemerkenswert, doch sind sie für ein Schwellenland wie China mit seinem Nachholbedarf nicht hoch. Experten sehen sechs oder sieben Prozent Wachstum als Untergrenze, um ausreichend Arbeitsplätze zu schaffen und Entwicklungsprobleme zu lösen.

China ist seit 2010 die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und seit vergangenem Jahr die größte Handelsnation. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt mit rund 5000 Euro im weltweiten Mittelfeld. Wie in Deutschland ist der Export eine treibende Kraft für Chinas Wirtschaft. Der chinesische Außenhandel hat sich in den vergangenen zwölf Jahren mehr als verzehnfacht. China ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands in Asien, Deutschland ist Chinas wichtigster Wirtschaftspartner in Europa.

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