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05.09.2014

12:38 Uhr

Zweites Quartal

Wirtschaft in der Euro-Zone tritt auf der Stelle

Die Wirtschaft im Euro-Raum kommt nicht in die Gänge. Das Bruttoinlandsprodukt konnte beispielsweise in Spanien und Portugal zulegen – während sich Deutschlands Wirtschaft unterdurchschnittlich entwickelte.

Düstere Wolken vor einem Hafen in den Niederlanden. Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist im Vergleich zum Vorquartal nicht gewachsen. dpa

Düstere Wolken vor einem Hafen in den Niederlanden. Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist im Vergleich zum Vorquartal nicht gewachsen.

BrüsselDie Wirtschaft in der Euro-Zone kommt nicht in die Gänge. Sie stagnierte in den Monaten April bis Juni zum Vorquartal, wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in einer zweiten Schätzung bestätigte.

In Deutschland und Italien schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach um 0,2 Prozent, in Zypern sogar um 0,3 Prozent. Das BIP in Portugal und Spanien legte hingegen um 0,6 Prozent zu, in Malta sogar um 1,3 Prozent.

Am Donnerstag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt und ein Kaufprogramm für Kreditverbriefungen - sogenannte ABS-Papiere - angekündigt, um der lahmenden Wirtschaft auf die Sprünge zu helfen. ABS-Papiere sind in der Weltfinanzkrise in Verruf geraten, da in undurchsichtigen Kreditbündeln Risiken versteckt sein können.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Das österreichische EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny verteidigte die Maßnahmen gegen Kritik: Die EZB wolle einen Beitrag zur Wirtschaftsbelebung im Euro-Raum leisten, auch wenn geldpolitische Schritte allein dafür wohl nicht ausreichten. Insbesondere in Deutschland ist Kritik laut geworden: So warnt etwa der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dass die EZB zu einer Art Mülldeponie für problembehaftete Wertpapiere werden könnte.

Von

rtr

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