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17.09.2014

08:42 Uhr

Konjunkturprogramm

China pumpt Milliarden in Großbanken

Die chinesisches Regierung will die schleppende Wirtschaftsentwicklung im Land nicht länger akzeptieren. Sie pumpt umgerechnet mehr als 60 Milliarden Euro in Großbanken, um die Konjunktur anzukurbeln.

Die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) gilt als größte Bank der Welt. ap

Die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) gilt als größte Bank der Welt.

PekingDie chinesische Zentralbank stützt angesichts schwacher Konjunkturdaten die Wirtschaft offenbar mit umgerechnet rund 63 Milliarden Euro. Das „Wall Street Journal“ berichtete am Mittwoch unter Berufung auf einen Bankmanager, den fünf großen Kreditinstituten des Landes würden jeweils 100 Milliarden Yuan (12,6 Milliarden Euro) zur Verfügung gestellt. Diese sollten das Geld dann zur Stützung der Wirtschaft an Unternehmen weiterreichen.

„Das zielt wohl vor allem darauf an, Liquidität bereitzustellen, um möglichen Engpässen in den kommenden Wochen vorzubeugen“, schrieben die Analysten von Credit Agricole in einer Analyse. Von der Zentralbank war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Größte Banken der Welt (nach Bilanzsumme)

Platz 11

Deutsche Bank
Deutschland
1955 Milliarden Euro

Stand: Ende Juni 2015. Quelle: Bloomberg.

Platz 10

Barclays
Großbritannien
1960 Milliarden Euro

Platz 9

Bank of America
USA
1998 Milliarden Euro

Platz 8

BNP Paribas
Frankreich
2078 Milliarden Euro

Platz 7

Mitsubishi UFJ
Japan
2224 Milliarden Euro

Platz 6

JP Morgan Chase
USA
2402 Milliarden Euro

Platz 5

Bank of China
China
2408 Milliarden Euro

Platz 4

HSBC
Großbritannien
2489 Milliarden Euro

Platz 3

Agricultural Bank of China
China
2531Milliarden Euro

Platz 2

China Construction Bank
China
2627 Milliarden Euro

Platz 1

Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)
China
3216 Milliarden Euro


Zuletzt hatte die unerwartet schwache Industrieproduktion die Anleger an den Finanzmärkten beunruhigt. Die Produktion war im August nur noch um 6,9 Prozent gewachsen – so langsam wie seit sechs Jahren nicht mehr. Ausländische Unternehmen stecken zudem weniger Geld in den Standort China. Im August fielen ihre Direktinvestitionen so schwach aus wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Auch der Immobilienmarkt kühlt sich ab: Die Preise für neue Wohnungen fielen im Juli den dritten Monat in Folge. Der Immobilienmarkt steht für 15 Prozent der Wirtschaftsleistung Chinas.

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