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23.12.2015

20:01 Uhr

Krisenjahr 2015

Chinas Wachstumsstory geht weiter

VonStephan Scheuer

China war der Garant für Wachstum. Aber dann kam das Jahr 2015 mit Börsencrash, Währungsabwertung und der Explosion in Tianjin. Droht China der Kollaps? Nein, die Volksrepublik wächst weiter.

Chinas Wirtschaft wird weiter wachsen - allein der Markt für Nagelpflege ist in China größer als die gesamte Wirtschaftsleistung von Vietnam. dpa

Chinesische Privatanlegerin

Chinas Wirtschaft wird weiter wachsen - allein der Markt für Nagelpflege ist in China größer als die gesamte Wirtschaftsleistung von Vietnam.

PekingGeschichten über China waren in den vergangenen Jahrzehnten Geschichten vom rasanten Wachstum. Es waren Berichte über den Aufstieg eines Entwicklungslandes zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Aber 2015 war anders.

Der Börsencrash sendete Schockwellen an die internationalen Finanzmärkte, die Abwertung der Währung verunsicherte Anleger und die Explosion in der Hafenstadt Tianjin offenbarte ein systematisches Versagen der Aufsichtsbehörden. Ist Chinas Wachstumsgeschichte vorbei?

Nein! China wächst weiter. Untergangspropheten übertreiben. Die Transformation der Wirtschaft weg vom Export und von massiven Investitionen zu mehr Binnenkonsum und Innovation ist der richtige Weg.

Die Unternehmensberatung McKinsey hat ausgerechnet, dass allein der Markt für Nagelpflege in China größer ist, als die Wirtschaftsleistung von Vietnam. Die Vorlieben und Geschmäcker von Chinas Verbrauchern werden in Zukunft noch stärker die internationale Wirtschaft beeinflussen.

Aber das Turbowachstum ist vorbei. Soviel ist jetzt schon klar. Und daraus macht auch die chinesische Führung um Staats- und Parteichef Xi Jinping keinen Hehl. Die Wirtschaft verliert an Fahrt, auch wenn Regierung und Notenbank mit Konjunkturprogrammen und Zinssenkungen gegensteuern.

Für dieses Jahr hat Ministerpräsident ein Ziel von „etwa sieben Prozent“ ausgegeben. Ökonomen erwarten ein Jahreswachstum von 6,9 Prozent. Das wäre der geringste Zuwachs seit einem Vierteljahrhundert. Das klingt dramatisch.

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