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09.04.2014

07:37 Uhr

Kritik an Janet Yellen

Fed-Vertreter fordern präziseren Kurs

Klarer Kurs: Die Präsidenten von zwei US-amerikanischen Staats-Notenbanken wollen den Finanzmärkten offener mitteilen, wann der Leitzins erhöht werden soll. Damit stellen sich die Fed-Vertreter gegen den aktuellen Kurs.

Die Strategie von Janet Yellen wird von Börsianern als zu wenig berechenbar kritisiert. Reuters

Die Strategie von Janet Yellen wird von Börsianern als zu wenig berechenbar kritisiert.

Rochester/PhiladelphiaIn der US-Notenbank (Fed) werden Forderungen nach mehr Klarheit zur künftigen Zinspolitik laut. Zwei Fed-Vertreter sprachen sich am Dienstag dafür aus, den Finanzmärkten konkretere Hinweise darauf zu geben, wann mit einer Anhebung des historisch niedrigen Leitzinses zu rechnen ist. Sie reagierten damit auf den jüngsten Vorstoß der neuen Fed-Chefin Janet Yellen. Sie gab den Märkten zuletzt eine andere Orientierungshilfe. Diese wurde von Börsianern als zu wenig berechenbar kritisiert.

Statt an einer konkreten Marke, nämlich einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent, will sich die Notenbank Yellen zufolge nun an dem Inflationsziel von zwei Prozent sowie an Fortschritten Richtung Vollbeschäftigung orientieren. Nach ihren Worten sollen ferner nur rund sechs Monate zwischen dem Absetzen der Konjunkturspritzen im Herbst und dem Beginn von Zinserhöhungen ins Land gehen.

Der Präsident der Fed von Minneapolis, Narayana Kocherlakota, plädierte nun dafür, dass sich der für die Geldpolitik zuständige Fed-Offenmarktausschuss auf bestimmte Bedingungen dafür festlegt, wann die Notenbank die Zinsschraube wieder anzieht. Sein Kollege Charles Plosser aus Philadelphia äußerte sich ähnlich. Präzisere Angaben seien zwar schwierig, aber machbar, sagte er. Die Einigkeit zwischen Kocherlakota und Plosser in diesem Punkt ist bemerkenswert, da beide ansonsten unterschiedliche geldpolitische Vorstellungen vertreten.

Von

rtr

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