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11.08.2011

17:57 Uhr

Kurssturz als Chance

Börsianer suchen nach Schnäppchen

VonChristian Schnell

Börsianer fassen wieder Mut: Investoren durchqueren den Markt nach Schnäppchen. Aktien dürfen wieder ins Depot. Nur besonders defensiv müssen sie sein.

Trotz fallender Kurse suchen nicht wenige Börsianer derzeit nach günstigen Kaufgelegenheiten. Quelle: dapd

Trotz fallender Kurse suchen nicht wenige Börsianer derzeit nach günstigen Kaufgelegenheiten.

FrankfurtDie ersten Regungen nach elf Tagen Kursrutsch klingen erstaunlich selbstbewusst. "Die jüngste Panik an den Märkten war ungerechtfertigt", hieß es beim Fondshaus Pioneer Investment. Und beim Konkurrenten Franklin Templeton fügte man hinzu: "Wir sehen eine Reihe fundamental starker europäischer Aktien, die es im aktuellen Marktpessimismus zu sehr attraktiven Preisen gibt". Seit heute begreifen die großen Fonds und Vermögensverwalter den Kurssturz wieder als Chance und durchqueren den Markt nach Gelegenheiten.

Sie suchen nach Aktien, die zu Unrecht in den allgemeinen Abwärtststrudel geraten und jetzt günstig zu haben sind. Wer am Mittwoch einen Blick auf die Dax-Werte geworfen hat, der bekam sogleich einen Eindruck, wonach den Investoren auch in den kommenden Wochen der Geschmack stehen dürfte. Es ist das überschaubare Risiko, das vor allem defensiven Aktien inne wohnt. "Wir sind insgesamt nicht negativ, aber eindeutig vorsichtiger geworden", sagt Alfred Roelli, Chefstratege der Schweizer Privatbank Pictet zu den Aktien, die er seinen in der Regel betuchten Kunden empfiehlt.

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Nach wie vor riskant sind Branchen, die sensibel auf Konjunkturschwankungen reagieren. Börsianer schrecken regelmäßig zurück, wenn es hier erste Anzeichen einer Abschwächung gibt.

Das bekam gestern etwa der Stahlhändler Klöckner & Co zu spüren, der nach einem Gewinneinbruch die Prognose gesenkt hat und nun ein Sparprogramm plant. Wie ein Stein fiel die Aktie, zwischenzeitlich waren es fast 30 Prozent. In weniger turbulenten Börsenphasen wäre das Minus wohl deutlich geringer ausgefallen. Der Mix aus zyklischer Branche, miserablen Zahlen und einer noch immer extrem verunsicherten Anlegerschaft führte hier zu weit heftigeren Reaktionen als sonst üblich. Heute geht es für die Aktie immerhin wieder um acht Prozent nach oben.

Kommentare (1)

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Solo

15.08.2011, 02:47 Uhr

Der Artikel lässt sich so deuten, dass die Aktie von GW vorher 47 Euro und jetzt 20 Euro gekostet hat. Gerry Weber hat zwischenzeitliche jedoch einen Aktiensplitt von 1:2 gemacht, folglich sind die Aktien gar nicht mehr günstiger.

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