Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.10.2012

19:55 Uhr

Luxemburger Notenbankchef

Mersch soll bis Montag ins EZB-Direktorium

Der Luxemburger Notenbankchef Yves Mersch rückt Kreisen zufolge spätestens am kommenden Montag ins Direktorium der Europäischen Zentralbank auf. Zuletzt hatte das EU-Parlament die Entscheidung verzögert.

Mersch tritt Kreisen zufolge das EZB-Amt offiziell am 15. November an. AFP

Mersch tritt Kreisen zufolge das EZB-Amt offiziell am 15. November an.

BrüsselNach monatelanger Verzögerung durch das Europäische Parlament rückt der Luxemburger Notenbankchef Yves Mersch Kreisen zufolge spätestens am Montag in das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) auf. Die schriftliche Abstimmung darüber unter den Finanzministerien der Euro-Zone sei eingeleitet und werde bis Anfang der nächsten Woche abgeschlossen sein, wenn nicht sogar früher, sagten EU-Vertreter, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Ein schriftliches Vorgehen wird in der Regel gewählt, wenn Einigkeit herrscht, die Entscheidung aber aus anderen Gründen vorläufig nicht zu Ende gebracht werden konnte.

Mersch tritt den Kreisen zufolge das Amt offiziell am 15. November an. Die Euro-Staaten sind sich in der Personalfrage bereits seit Juli einig. Das Parlament hat der Entscheidung in der vergangenen Woche jedoch seine Zustimmung versagt.

Damit konnte es die Ernennung zwar nicht stoppen, durch den wiederholten Aufschub der Anhörung des Kandidaten haben die Abgeordneten aber den Vollzug verzögert und damit dem sechsköpfigen Führungsgremium der EZB mitten in der Schuldenkrise eine mehrmonatige Vakanz aufgebürdet.

Das Parlament verlangt von den Staaten, bei hochrangigen Personalentscheidungen dieser Art künftig stärker auch Frauen zu berücksichtigen. Aus seiner Sicht hat der EU-Rat diese Zusage nicht in ausreichend klarer Form gegeben.

Auch der EZB-Rat hat bereits grünes Licht für den Luxemburger gegeben. Mersch ersetzt den Ende Mai ausgeschiedenen Spanier Jose Manuel Gonzalez-Paramo.

Von

rtr

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Ludwig500

31.10.2012, 20:18 Uhr

Ja ja, is klar, alle sind sich einig, ein Vertreter aus dem Land, in dem es mehr Finanzunternehmen als Einwohner gibt, ist die perfekte Besetzung. Natürlich ist der voll auf Draghi´s Linie, alles in Butter.

Account gelöscht!

31.10.2012, 20:47 Uhr

Einer mehr beim "EU-Adel". EZB braucht vor allem Beton-Politiker - "vorausgewählt" von Frau Merkel. Da ist "linientreue" garantiert.

Account gelöscht!

31.10.2012, 20:51 Uhr

Spiegel.de "In Großbritannien ist der Streit um den EU-Haushalt eskaliert: Im Unterhaus votierten mehrere Abgeordnete der eigenen Partei gegen Premier David Cameron. Er soll in Brüssel eine Kürzung des Budgets durchsetzen - gegen die Mehrheit der Partnerländer. Damit droht der nächste EU-Gipfel zu scheitern."

Klasse Herr Cameron. Lassen Sie den EU-Gipfel scheitern !

Und schnell "EU in Brüssel" auflösen und zurück zur EWG der 80er Jahre. Die Völker Europas lehnen Korruption, Zentralismus und Opportunismus ab.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×