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16.01.2015

18:17 Uhr

Mario Draghi

EZB-Präsident stellt Konzept für Anleihenkauf vor

Vieles deutet darauf hin, dass die EZB bei ihrer nächsten Ratssitzung den Kauf von Staatsanleihen beschließt. Nun nimmt offenbar auch die Art und Weise der Anleihenkäufe Gestalt an. Auch eine „Obergrenze“ ist geplant.

EZB-Präsident Mario Draghi soll Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble das Konzept am Mittwoch vorgestellt haben. Reuters

EZB-Präsident Mario Draghi soll Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble das Konzept am Mittwoch vorgestellt haben.

HamburgDie Art und Weise, wie die Europäische Zentralbank (EZB) Staatsanleihen kaufen könnte, nimmt offenbar Gestalt an. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Freitag vorab aus seiner neuen Ausgabe berichtete, sollen die nationalen Zentralbanken nur Anleihen des eigenen Landes kaufen und halten. EZB-Präsident Mario Draghi soll Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) das Konzept am Mittwoch vorgestellt haben. Ein Regierungssprecher bestätigte, dass Merkel Draghi am Mittwoch getroffen hatte. Es handelte sich demnach um einen regelmäßig stattfindenden Austausch.

Im Kampf gegen niedrige Inflation und schwache Konjunktur in der Eurozone deutet vieles darauf hin, dass die EZB schon bei ihrer nächsten Ratssitzung am 22. Januar den Kauf von Staatsanleihen beschließt. Wie genau der Kauf abgewickelt wird, ist bislang unklar.

Sollte jede nationale Notenbank nur Anleihen des eigenen Landes kaufen, hat dies dem „Spiegel“ zufolge den Vorteil, dass kein Land Haftungsrisiken für andere Länder übernimmt. Besonders in Deutschland ist die Sorge davor groß. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sprach sich immer – auch wegen möglicher Haftungsrisiken – gegen Staatsanleihenkäufe durch die EZB aus.

Das Magazin berichtet darüber hinaus, dass die EZB eine „Obergrenze“ für die Anleihenkäufe plane. Jede Notenbank dürfe Staatsanleihen nur in Höhe von 20 bis 25 Prozent der Schulden des eigenen Landes kaufen. Griechenland ist dem Bericht zufolge sogar von dem Programm ganz ausgeschlossen. Der Chef der niederländischen Notenbank Klaas Knot sprach sich im „Spiegel“ dafür aus, mögliche Anleihenkäufe den nationalen Notenbanken zu übertragen.

Von

afp

Kommentare (5)

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Herr Manfred Zimmer

16.01.2015, 18:38 Uhr

"EZB-Präsident stellt Konzept für Anleihenkauf vor"

Das der das noch darf?

Es muss doch jeder sehen, wie erfolgreich er für Griechenland und seine Goldman Sachs-Kollegen schaufelt.

Weshalb schauen die deutschen Politiker ihm nicht besser auf die Finger und hören auf kompetente Leute aus eigenen Reihen? Wahrscheinlich liegt es daran, weil die deutschen Wahlbürger den Politikern nicht den "Kittel anbrennen".

So etwas doofes hat Deutschland schon lange nicht mehr gesehen und dabei ist die deutsche Wirtschaft normalerweise sehr robust. Aber wahrscheinlich nicht robust genug, die Kanzlerin wieder dahin zu schicken, wo sie herkommt.

Es wäre an der Zeit, dass auch der Bundespräsident sie alle beim Namen ruft und ihnen die Eidesformel noch einmal vorliest. "Zum Wohl des deutschen Volkes" ... "so wahr mir Gott helfe!"

Aber möglicherweise kann ihnen selbst Gott nicht mehr helfen.

Herr Peter Spiegel

16.01.2015, 18:52 Uhr

Islam-Murksel ohne Burka, wo bleibt die Nachhaltigkeit.

Frau Käthe Maden

16.01.2015, 19:27 Uhr

Wieso nur Goldmann Sachs ? auf einem Bein steht man doch schlecht.
Man wundert sich in der Branche, daß Stanley Morgan so oft richtig liegt und Milliardengewinne macht, wenn auf Entscheidungen der EZB spekuliert wird. Ratet mal wo Giacomo Draghi (Draghis Sohn) arbeitet. Hat der nicht auch ein Überseekonto ?

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