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07.02.2014

16:06 Uhr

Mark Mobius

Schwellenländer-Ausverkauf könnte sich fortsetzen

Er investiert seit mehr als 40 Jahren in den Schwellenländern: Mark Mobius. Aktuell hält der Fondsmanager allerdings gar nichts von einem Investment dort – im Gegensatz zu einem anderen Börsenguru.

Der 77-Jährige Mark Mobius ist eigentlich ein großer Fan der Schwellenländer - aktuell aber nicht. Reuters

Der 77-Jährige Mark Mobius ist eigentlich ein großer Fan der Schwellenländer - aktuell aber nicht.

SingapurFondsmanager Mark Mobius von der Templeton Emerging Markets Group gibt keine Entwarnung für die Schwellenländer.

„Das Sentiment für die Schwellenländer ist ausgesprochen schlecht, so dass noch wesentlich mehr Verkäufe zu erwarten sind“, sagte Mobius, der über 50 Milliarden Dollar an Anlagegeldern in den Schwellenländern verwaltet, in einem Interview in Rio de Janeiro. „Wir halten derzeit die Augen offen, aber wir kaufen noch nicht. Die Kurse können weiter nachgeben oder zumindest eine gewisse Zeit brauchen, um sich zu stabilisieren.“

Die Prognose des 77 Jahre alten Fondsmanagers, der seit über 40 Jahren in den Schwellenländern investiert, steht im Gegensatz zur Einschätzung von Jim O'Neill von Goldman Sachs. Der Erfinder der Bezeichnung BRIC für die vier größten Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China hatte in dieser Woche von einer Kaufgelegenheit aufgrund des Kurseinbruchs gesprochen.

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JSE All Shares (Südafrika)

+2,8 Prozent

Quelle

Reuters, 21.02.2014 (Schlusskurse)

Der MSCI Emerging Markets Index ist in den vergangenen zwei Tagen 2,1 Prozent gestiegen und hat damit seinen Jahresverlust auf 6,7 Prozent verringert. Zum MSCI World Index der Industrieländer weist der Schwellenländerindex den höchsten Bewertungsabstand seit annähernd fünf Jahren auf. Wie Daten von Bloomberg zeigen, kam der Schwellenländerindex Ende der vergangenen Woche auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von elf. Dies bedeutete einen Abschlag von 40 Prozent zum MSCI World, was seit dem Oktober 2008 nicht mehr der Fall war.
Mittelfristig ist Mobius allerdings zuversichtlich gestimmt, wie er am 29. Januar in einem Interview darlegte. Er rechnet im Jahresverlauf wieder mit Kapitalzuflüssen in die Märkte der Schwellenländer, für die seiner Ansicht nach hohes Wirtschaftswachstum, geringe Verschuldung im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt und hohe Währungsreserven sprechen. „Es gibt Chancen, aber keinen Handlungsdruck“, so Mobius.

Kommentare (1)

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Kulman

07.02.2014, 18:23 Uhr

Tja, wenn selbst MM jetzt noch nicht kaufen möchte, ollte man das als Kontraindikator sehen und die aussichtsreichsten Titel auf die Watchlist nehmen.

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