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15.12.2015

15:15 Uhr

Marktausblick

Wie die Sparkassen in die Zukunft schauen

VonAnke Rezmer, Frank Wiebe

Die Strategen des Sparkassenwertpapierhauses Deka sind für die Aktienmärkte im nächsten Jahr positiv gestimmt – und stimmen darin mit Experten anderer Geldhäuser überein. Kurzfristig könnte es jedoch turbulent werden.

Viele Experten erwarten eine moderate Erholung der Wirtschaft in Europa, die positiv auf Amerika zurückwirken sollte.  Das könnte auch die Kurse der Aktien beflügeln. Reuters

Blick in die Ferne

Viele Experten erwarten eine moderate Erholung der Wirtschaft in Europa, die positiv auf Amerika zurückwirken sollte. Das könnte auch die Kurse der Aktien beflügeln.

Frankfurt, New YorkAm Mittwoch wird es ernst in Washington, wenn Janet Yellen nach der zweitätigen Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed voraussichtlich deren Zinsentscheidung verkündet. „Die Fed wird auf ihrer morgigen Sitzung die Zinswende einläuten“, ist auch Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka, überzeugt. Wie Kater denken aktuell die meisten Strategen und Investoren. An den Finanzmärkten ist eine US-Leitzinserhöhung mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 75 Prozent eingepreist.
„Mit diesem Schritt wagen die USA anders als alle anderen finanzkrisengeplagten Volkswirtschaften den Schritt hin zu mehr Normalität im Finanzsystem“, erklärt Kater. „Sollte die Zinswende gelingen, steht sie symbolisch dafür, dass die US-Wirtschaft die größte Finanzkrise seit 80 Jahren überwunden hat.“

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Allerdings kann die Entscheidung den Finanzmärkten auch neue Turbulenzen bescheren: Im ungünstigsten Fall könnte die Zinserhöhung die Renditen amerikanischer Staatsanleihen schnell nach oben treiben und zu weiterer Dollarstärke führen, meint er. Die lange Periode der günstigen Finanzierungen der US-Firmen käme damit zum Ende. Fallende Profite und langsam ansteigende Ausfallquoten wären die Folge. „Dieses Szenario kann auch weiter auf den Zins- und Währungsmärkten der Schwellenländer lasten. Viel Negatives ist bereits eingepreist. Insbesondere bei in US-Dollar oder Euro notierten Schwellenländeranleihen gibt es selektiv attraktive Investmentchancen“, erläutert Chefanlagestratege Frank Hagenstein.

Zumindest kurzfristig fürchten andere Bankstrategen auch Schwankungen an den Aktienmärkten. Rein rational betrachtet dürfte es zwar gar keine Reaktionen mehr geben, weil ein Zinsschritt schon lange erwartet wird. Ethan Harris, Chefökonom der Bank of America, sagt: „Da müsste jemand schon mitten in der Wüste auf einer einsamen Insel im Pazifik gelebt haben, um nichts davon mitzubekommen.“

Aber tatsächlich zeigen bereits die Turbulenzen der vergangenen Tage, dass die Anleger immer nervöser werden. Zudem rätseln sie jetzt schon, welche weiteren Schritte 2016 folgen. Sie werden am Mittwoch gespannt auf Hinweise von Yellen oder auf Veränderungen bei den ökonomischen Projektionen der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Fed lauern. Yellen wird versuchen, die Märkte zu beruhigen. Aber gelingt ihr das?

Alle sind sich einig, dass die Zinserhöhung „langsam“ erfolgen soll. „Aber was genau heißt ,langsam'?“, fragt Joe LaVorgna, Chefökonom für die USA bei der Deutschen Bank. Die Märkte gehen bislang von einem langsameren Tempo aus als die Fed selbst, während Bankökonomen zum Teil einen recht schnellen Zyklus voraussehen. So rechnet Deka-Chefvolkswirt Kater damit, dass auf den ersten Zinsschritt der Fed in den Jahren 2016 und 2017 einmal pro Quartal eine weitere Anhebung des Leitzinsbandes um 25 Basispunkte folgt.

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

15.12.2015, 15:33 Uhr

Was da für 2016 orakelt wird ist mir völlig egal.

Die Anlage in Aktien ist alternativlos.
Wer wie ich seit übe 50 Jahren in Aktien investiert, natürlich nur in die internationalen Prämiumgewinneraktien, der kann über solche Artikel nur schmunzeln.
Über die Dividende freuen und bei Schwäche nachkaufen, so einfach ist das.

Und nie mit Verlust verkaufen,denn nur realisierte Verluste sind Verluste.

Herr Helmut Metz

15.12.2015, 16:01 Uhr

Tut mir leid, aber Sie täuschen sich grandios.
So einfach ist das nämlich nicht. Wenn Sie ca. 1965 (also vor 50 Jahren) angefangen haben, Aktien zu kaufen, aber 15 Jahre später aus irgendeinem Grund hätten verkaufen müssen (man spart ja, weil das Leben UNGEWISS ist, und es eben auch zu einer nicht planbaren Situation kommen kann, wo man dringend Geld benötigt), dann hätten Sie schlicht und ergreifend Pech gehabt.
Damals gab es nämlich eine Stagflations-Periode - und in einer Stagflation performen Aktien ausgesprochen schlecht.
Und da das Leben ungewiss ist, wissen Sie in Wirklichkeit eben nicht, wann Sie Aktien liquidieren müssen. Wenn Sie nun aber die Konjunturzyklen außen vor lassen und nicht beachten, dann könnten Sie zum genau falschen Zeitpunkt liquidieren müssen...

Herr Peter Delli

15.12.2015, 16:48 Uhr

Herr Helmut Metz@
Den Text kopiert der Typ doch täglich. Antwort sinnlos.

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