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05.09.2012

10:17 Uhr

Max Otte

Die Aktientipps des Crashprofessors

VonChristian Panster

Der Kölner Buchautor und Investor ist um Anlageempfehlungen nicht verlegen. In seinem neuen Buch schreibt er, auf welche Unternehmen Anleger schauen sollten. In Japan, in Deutschland, in Südeuropa.

Max Otte wurde bekannt, als er die Finanzkrise voraussagte. dpa/picture alliance

Max Otte wurde bekannt, als er die Finanzkrise voraussagte.

DüsseldorfEs sind keine leichten Zeiten für Anleger. Für sichere verzinsliche Anlagen - für Tagesgeld oder Sparbuch etwa - gibt es kaum noch Rendite. Anleihen, die mehr abwerfen, Bonds aus Spanien oder Italien, dagegen scheinen nicht mehr sicher. Anleger, die etwas mehr Rendite wollen für ihr Geld, kommen nicht umhin, sich am Aktienmarkt umzuschauen.
Und da kommt Max Otte ins Spiel, der bekannte Wirtschaftsprofessor und Bestsellerautor aus Köln. Bekannt geworden ist er mit seinem Buch "Der Crash kommt"; darin sagte der Ökonom schon frühzeitig die Finanzkrise voraus. Sein aktuelles Werk heißt „Endlich mit Aktien Geld verdienen“.

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Ein Thema, das vielleicht noch besser zu ihm passt als Crash-Vorhersagen. Denn Otte ist nicht nur Wissenschaftler, sondern vor allem Aktien-Fan und Investor. In Köln leitet er das Zentrum für Value-Investing. Otte ist großer Bewunderer von Warren Buffett. Den Namen Crashprophet hört er dagegen gar nicht gern. Das sei keine Tätigkeitsbezeichnung, mit der er sich besonders anfreunden könne.

Otte versteht sich vielmehr als Value-Investor und als solcher sucht er nach Aktien, die an der Börse günstiger zu haben sind, als ihrem eigentlichen Wert entspricht. „Suchen, wo andere nicht suchen“, empfiehlt Otte seinen Lesern. Aber wie? Und wo?

Was aus 1.000 Euro in zehn Jahren wurde

Deutscher Aktienindex (Dax)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

Dow Jones

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

EuroStoxx 50

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

Nikkei

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

MSCI Emerging Markets

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

Gold

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

Silber

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

Öl

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

Weizen

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

Kaffee

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

Staatsanleihen (Rexp)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

Sparbuch

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

Tagesgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

Festgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

Das „Wie“ ist keine Geheimwissenschaft. Auch Privatanleger können interessante Unternehmen finden, ohne über Insiderinformationen zu verfügen. Allerdings müssten dabei eine Reihe von Regeln beachtet werden, schreibt Otte. Eine ganz grundlegende laute: Bleiben Sie in Ihrem Kompetenzbereich. Also fokussieren Sie sich auf Unternehmen, deren Geschäftsmodell Sie verstehen und deshalb einigermaßen verlässlich einschätzen können. Branchen, die Ihnen etwas sagen, deren Produkte Sie aus dem Alltag kennen. Autos etwa, Lebensmittel oder Elektrogeräte.  

Kommentare (25)

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05.09.2012, 10:29 Uhr

Laut Habla war die durchschnittliche Aktienrendite der letzten 10 Jahre 3,1%.
Angesichts der unvermeidbaren kommenden Finanz- und Wirtschaftskrisen wird sich die Rendite kaum verbessern.
Ich wage es, für das Portfolio von Herrn Otte, einen veritablen Crash vorauszusagen.

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05.09.2012, 10:37 Uhr

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Telefonica zahlt momentan keine Dividende. Sie bringen das nun schon zum wiederholtem Male falsch.

Telefonica streicht die Dividende – Aktie bricht ein...
Telefonkonzern in Not: Telefonica streicht die Dividende – Aktie bricht ein - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaftsticker/telefonkonzern-in-not-telefonica-streicht-die-dividende-aktie-bricht-ein_aid_787928.html

Account gelöscht!

05.09.2012, 10:49 Uhr

Ich verstehe nicht, weshalb das Handelsblatt dem Herrn Otte so oft die Möglichkeit gibt, sich zu äußern und darzustellen. Herr Otte forscht nicht und spielt an den Hochschulen in Deutschland auch keine Rolle. Er hat weder wissenschaftliche Theorien entwickelt noch akademische Fachbücher veröffentlicht. Meiner Ansicht nach sollte das Handelsblatt - ähnlich wie das Wall Street Journal - öfters Beiträge von echten Forschern aus den Wirtschaftswissenschaften bringen!
vg

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