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06.03.2012

04:41 Uhr

Medienbericht

Gewinnrückgang bei der Bundesbank reißt Lücke in Bundeshaushalt

Im Jahre 2010 hatte die Bundesbank noch 2,2 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen. Das ist nun laut einem Medienbericht anders. Der Überschuss erreicht angeblich den niedrigsten Wert seit sieben Jahren.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann dapd

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann

Berlin Die europäische Schuldenkrise hinterlässt nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung deutliche Spuren in der Bilanz der Deutschen Bundesbank. Wie das Blatt unter Berufung auf Kreise des Bundesfinanzministeriums berichtet, ist der Gewinn im vergangenen Jahr auf weniger als eine Milliarde Euro geschrumpft. Der Überschuss liege nur noch im hohen dreistelligen Millionenbereich. Das sei der niedrigste Wert seit sieben Jahren.

Für 2010 hatte die Bundesbank noch 2,2 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen, im Jahr davor sogar 4,1 Milliarden Euro. Zur Begründung hieß es, die Bank habe wegen der wachsenden Risiken im Euroraum mehr Wagnisrückstellungen gebildet. Das habe den Gewinn im abgelaufenen Jahr geschmälert.

Offiziell wird die Bilanz für 2011 Mitte nächster Woche vorgestellt. Wie die Zeitung weiter schreibt, reißt der niedrige Bundesbank-Gewinn eine Lücke von mehr als 1,5 Milliarden Euro in den aktuellen Bundeshaushalt. Laut Haushaltsplan sollte die Bundesbank 2,5 Milliarden Euro Überschuss an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) überweisen.

Kommentare (8)

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gdopamin

06.03.2012, 07:29 Uhr

Gewinnrückgang – lächerlich.

Wenn die BUBA nach dem Prinzip eines „vorsichtigen Kaufmannes“ bilanzieren würde, müsste sie die Target II Forderungen gegen die PIIGS, samt und sonders als uneinbringbar abschreiben.

Und damit wäre die BUBA de facto pleite und das ist sie auch. Weidemann hat nicht umsonst versucht, die Forderungen noch irgendwie zu besichern.

Das das abgelehnt wurde, bzw. als unsolidarisch und unakzeptabel dargestellt wird, zeigt nur, dass man nie vorhat die Gelder zurückzuzahlen.

Und wenn die BUBA und damit Deutschland pleite ist, geht natürlich nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger. Die Meisten wissen es nur noch nicht oder wollen es nicht wissen.

So sieht es aus.

whisky

06.03.2012, 07:38 Uhr

Die Bundesbank kann nicht pleite gehen. Entweder es gibt Gewinn oder nicht. Das wars.
Sie verleiht nur "selbst gedrucktes" Geld. Wenn es zurückgezahlt wird, kommts in den "Reisswolf". Und wenn nicht, kommt einfach weniger in den "Reisswolf". Und irgendjemand hats dann.

norbert

06.03.2012, 07:50 Uhr

Wenn der Bund weniger Geld bekommt, dann müßte er doch eigentlich auch weniger ausgeben dürfen ?

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