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13.09.2013

11:42 Uhr

Medienbericht

Summers soll angeblich neuer Fed-Chef werden

Am Mittwoch tagt die US-Notenbank Fed. Damit könnte die Entscheidung über die Bernanke-Nachfolge bevor stehen. Nach Meldung der japanischen Tageszeitung Nikkei ist sie bereits gefallen.

Lawrence H. Summers bei einem Vortrag an der London School of Economics. Der frühere US-Finanzminister gilt als Favorit für die Bernanke-Nachfolge. dpa

Lawrence H. Summers bei einem Vortrag an der London School of Economics. Der frühere US-Finanzminister gilt als Favorit für die Bernanke-Nachfolge.

TokioDer frühere US-Finanzminister Lawrence Summers soll laut einem Pressebericht aus Japan neuer Vorsitzender der US-Notenbank (Fed) werden. US-Präsident Barack Obama werde den Havard-Ökonomen voraussichtlich bereits Ende nächster Woche zum Nachfolger von Ben Bernanke nominieren, schreibt die japanische Tageszeitung „Nikkei“ (Freitag) unter Berufung auf Kreise. Die Amtszeit von Bernanke endet im Januar. Vizechef der Fed soll „Nikkei“ zufolge der bisherige Staatssekretär im Finanzministerium Lael Brainard werden.

Summers gilt als Vertrauter von US-Präsident Barack Obama. Von Anfang 2009 bis Ende 2010 war der 58-jährige Ökonom bereits Wirtschaftsberater von Obama. Die Fed steht jetzt vor der Aufgabe, den schrittweisen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik zu gestalten. Bereits auf der Sitzung am kommenden Mittwoch könnte die Notenbank konkret die Drosselung des milliardenschweren Anleihekaufprogramms in Angriff nehmen.

Neben Summers, ehemals Präsident der Harvard University und Chefökonom der Weltbank, gilt auch die bisherige Stellvertreterin von Bernanke, Janet Yellen, als aussichtsreiche Kandidatin für den Chefposten. Obama hatte zudem als dritten möglichen Kandidaten den früheren Vize-Chef der Fed, Donald Kohn, genannt und wiederholt betont, dass er mehrere mögliche Bewerber in die engere Wahl ziehe.

Von

dpa

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

13.09.2013, 12:21 Uhr

Na da bin ich auch dafür. Summers for (FED) President!

Schließlich war er unter Clinton federführend mit dabei, die "Reformen" durchzuführen, die für das heutige Schlammassel mitverantwortlich sind. Da wäre es doch nur recht und billig, wenn er dem Ganzen vorsteht, wenn es uns um die Ohren fliegt.

"Gottes Mühlen mahlen langsam,
mahlen aber trefflich klein
Ob aus Langmut er sich säumet,
bringt mit Schärf' er alles ein."
Friedrich von Logau

Observer

13.09.2013, 13:01 Uhr

Das wird so kommen und alle schauen wieder mal einfach zu und schimpfen>
Summers ist so ziemlich das Schlimmste was jetzt noch passieren kann.
Er war Mitglied der Weltbank, unter Clinton!!!! Finanzminister und ist Direktor des National Economic Council und ist deshalb auch der Kandidat des Finanzestablishments! Jude ohnehin und einer der treibenden Kräfte der Finanzmarkt Deregulierung, von dessen Rat sich damals sogar Clinton distanzierte. Diese Deregulierung ist einer der Hauptgründe für die Verschiebung des ganzen Kapitals in wertlose Spekulationen, von der nur 1% der Menschheit profitiert!
Er wird es sein, der die Sache zu Ende bringt, das ist sicher!

donolli

13.09.2013, 13:08 Uhr

soviel zu Summers:

Zu Kritik führten von Summers in einem internen Papier der Weltbank getroffene Aussagen, es sei ökonomisch logisch, Verschmutzung etwa in Form von Giftmüll in Entwicklungsländer zu exportieren, da dort die entgangenen Einnahmen durch erhöhte Krankheit und Sterblichkeit am niedrigsten seien. So gesehen seien Entwicklungsländer „unterverschmutzt“.[9] Aufsehen erregte er unter anderem mit seiner Kritik an der Rap-CD von Cornel West sowie mit provokanten Aussagen zu Frauen in Naturwissenschaft und Technik.[3]

Summers hatte 5,3 Millionen US-Dollar während seiner Berufstätigkeit als Universitätsprofessor in einem „Nebenjob“ (1 Tag die Woche) als Berater für D. E. Shaw & Company, eines der größten Unternehmen für Finanzanlagen, verdient. Andrew Sabl von der California Universität stellte die Frage, ob Summers durch solche lukrative Bindungen in seiner Unabhängigkeit als Regierungsberater nicht beeinträchtigt sei.[10]

Seit seiner Rückkehr in die Regierung steht Summers aufgrund finanzieller Verwicklungen mit der Wall Street teils unter heftiger Kritik.

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