Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.02.2017

22:29 Uhr

Merrill Lynch-Umfrage

Großinvestoren trauen sich ein wenig mehr

VonAnke Rezmer

Positive Sicht auf das globale Wachstum: Internationale Fondsmanager setzen wieder mehr auf Schwellenländer und Rohstoffe. Auch die Stimmung gegenüber Europa hat sich verbessert, so eine Umfrage von Merrill Lynch.

Bulle und Bär vor der Börse in Frankfurt am Main: Mehr internationale Fondsmanager setzen wieder auf Aktien aus Europa und Schwellenländern. AP

Mehr Zutrauen in den Bullen

Bulle und Bär vor der Börse in Frankfurt am Main: Mehr internationale Fondsmanager setzen wieder auf Aktien aus Europa und Schwellenländern.

FrankfurtEin wenig mehr Optimismus spüren internationale Großinvestoren – der Anteil der Fondsmanager, der ein überdurchschnittliches Welt-Wachstums erwartet, ist in den vergangenen zwölf Monaten deutlich gestiegen auf nun 23 Prozent. Eine stabile Mehrheit rechnet mit einem Anziehen des globalen Wachstums in den kommenden zwölf Monaten.
Darauf haben die Fondsmanager ihre Anlagestrategie eingerichtet: Sie setzen stärker auf die extrem konjunkturabhängigen Rohstoffe und wieder mehr auf die zuvor abgestraften Schwellenländeraktien und Titel aus Europa. Im Gegenzug haben sie ihre relativ üppige Liquidität etwas abgebaut auf nun noch durchschnittlich 4,9 Prozent. Im Januar hielten sie noch mehr als fünf Prozent ihres Vermögens in Cash.

Das ergibt die wichtigste monatliche Umfrage unter internationalen Fondsmanagern der US-Investmentbank Bank of America Merrill Lynch (BofA). Befragt wurden dafür Anfang Februar 210 Fondsmanager, die für ihre Kunden insgesamt ein Vermögen von 632 Milliarden US-Dollar managen.

Anlegen 2017 – Teil 6 – Aktien Europa: Rendite bei konstanten Kursen

Anlegen 2017 – Teil 6 – Aktien Europa

Rendite bei konstanten Kursen

Nur wer sein Aktiendepot aktiv verwaltet, wird im kommenden Börsenjahr mit europäischen Dividendenpapieren Geld verdienen. Experten erwarten, dass Dax & Co. unter dem Strich nur noch schwankungsreich stagnieren dürften.

Risiken erkennen die Investmentprofis gleichwohl: „Auch wenn sich die Stimmung der Fondsmanager gegenüber Europa ein wenig verbessert hat, erkennen sie zunehmend politische Risiken auf dem Kontinent“, sagt Manish Kabra, Aktienstratege für Europa bei BofA. So gewichten so viele Fondsmanager europäische Aktien gegenüber ihren Börsenvergleichsindizes über wie zuletzt vor acht Monaten – nach Angaben von BofA sind es 23 Prozent mehr Geldprofis, die Europa übergewichten gegenüber denen, die weniger stark auf den Kontinent setzen.

Zugleich nennen die Fondsmanager zunehmende Risiken eines Zerfalls der Euro-Zone angesichts der Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland als größtes Risiko für die Börsen. Auf Rang zwei steht ein Handelskrieg.
Unterm Strich gewichten die meisten Fondsmanager Aktien und Rohstoffe stärker als ihre Vergleichsindizes. Bei Anleihen halten sie sich dagegen zurück.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×