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31.08.2012

11:36 Uhr

Michel Barnier

EZB soll Banken an die Kandare nehmen

Geht es nach Michel Barnier, wird eine mit Aufsichtsrechten versehene EZB das Herzstück der geplanten Bankenunion werden. Der EU-Binnenmarktkommissar will alle Banken der Eurozone bis 2014 ans Gängelband legen.

EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier. dapd

EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier.

BrüsselEU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier will eine mit machtvollen Aufsichtsrechten ausgestattete EZB zum Herzstück der geplanten Bankenunion machen. „Wir sind überzeugt, dass alle Banken zentral kontrolliert werden müssen“, skizzierte der Franzose die vorgesehene Rolle der Europäischen Zentralbank im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitagausgabe). Die Währungshüter sollen demnach künftig mehr als 6.000 Banken in der Eurozone überwachen. Für die Geldhäuser der 17 Euro-Länder werde die Kontrolle verpflichtend sein, Staaten außerhalb der Währungsgemeinschaft könnten sich freiwillig anschließen. Doch Widerstand aus Deutschland ist vorprogrammiert.

„Wir werden die Notenbank mit allen erforderlichen Instrumenten ausstatten, um die Banken effektiv zu beaufsichtigen“, sagte Barnier der Zeitung. Einzelne Aufgaben könnten jedoch an die nationalen Kontrollbehörden delegiert werden, die bereits existierende Europäische Aufsichtsagentur EBA bleibe derweil für die Banken aller 27 EU-Länder zuständig. Als demokratische Kontrollinstanz für die neue Zentralaufsicht empfahl Barnier das Europäische Parlament.


Seinen Plan, den der Franzose am 12. September offiziell vorstellen möchte, will Barnier schnellstmöglich umsetzen. „Bereits vom 1. Januar 2013 an sollen alle Banken zentral kontrolliert werden, die vom Euro-Rettungsfonds gestützt werden“, sagte er weiter. „Ab 1. Juli 2013 werden zusätzlich alle großen, systemrelevanten Banken beaufsichtigt, und von Januar 2014 an alle Banken“.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

31.08.2012, 12:07 Uhr

Klingt gut. Aber etwas Gutes aus Brüssel - das kann doch nicht sein - wo ist der Haken?

Man könnte Kontrolle natürlich noch definieren - welche Regeln, welches Ziel?

1-Weltregierung

31.08.2012, 12:11 Uhr

ja, geht der EZB die Kontrolle
Wie in der USA mit der FED schon üblich.

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Volker - die FED ist die heimtückischte Gruppe von allen
Mittwoch, 22. August 2012 , von Freeman um 10:00

Paul Volker wurde von Luke Rudkowski von "We Are Change" New York zu seiner Teilnahme bei Bilderberg gefragt. Er sagte, er wäre schon lange nicht mehr zu Bilderberg eingeladen worden. Nach dem Luke nachhakt und ihn mit seiner Mitgliedschaft bei den Gruppen Council on Foreign Relations und der Trilateralen Kommission konfrontiert, welche seiner Meinung nach die Finanzkrise zu verantworten haben, antwortet Volker:

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"Ich bin ein Mitglied der Federal Reserve, welche die heimtückischte ist!"
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Account gelöscht!

31.08.2012, 12:25 Uhr

Wenn alle Banken kontrolliert werden, sind alle Einlagen und Schulden allen Konten der EZB bekannt. Sicher hat man dann EDV-technisch Zugriff auf alle Kontendaten, sonst würde das keinen Sinn machen.
Die Frage ist nur, wieso diese Herkulesaufgabe bis Januar 2014 abgeschlossen sein soll. Das sind nur knapp eineinhalb Jahre. Der Zugriff der EZB auf alle Konten kann eigentlich nur einer Währungsreform dienlich sein, ansonsten wäre es ein übeflüssiger Selbstzweck, weil die Kontrolle der Großbanken vollkommen ausreicht. Ich gehe ohnehin vom Zerbrechen der Eurozone aus, und nach diesem Artikel gehe ich von der konkreten Vorbereitung einer Währungsreform aus. Eineinhalb Jahre kann man das Schuldenkarussel unter den bisherigen Bedingungen noch weiterbetreiben, aber für den Sanktnimerleinstag ist das bisherige "System" nicht geeignet. Zur Eurokrise alle Details auf www.fortunanetz.de

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