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07.03.2014

19:55 Uhr

Milliardengewinn

Bundesbank erzielt sattes Plus

Bei der Bundesbank sprudelt der Gewinn. Mindestens 2,5 Milliarden Euro hat sie voraussichtlich erwirtschaftet. Anders als in den Jahren davor, soll das Geld komplett an das Finanzministerium überwiesen werden.

In den Vorjahren hatte die Bundesbank wegen der Euro-Krise einen Großteil ihres Gewinns als Puffer einbehalten. dpa

In den Vorjahren hatte die Bundesbank wegen der Euro-Krise einen Großteil ihres Gewinns als Puffer einbehalten.

Berlin Die Bundesbank hat im vergangenen Jahr voraussichtlich einen Gewinn von mindestens 2,5 Milliarden Euro erzielt. Das ergibt sich aus den neuen Haushaltsplanungen des Bundes für 2014, die das Kabinett an diesem Mittwoch (12.3.) beschließen will.

Zuletzt hieß es lediglich, es sei im vergangenen Jahr ein Bundesbank-Überschuss von „mehr als zwei Milliarden Euro“ angefallen. Anders als in den vergangenen drei Jahren werde die Bundesbank den Erlös komplett an das Finanzministerium überweisen.

Die Bundesbank im Überblick

Aufgaben

Die Bundesbank ist Teil des Eurosystems und damit mitverantwortlich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie ist die Zentralbank und damit die "Bank der Banken" - bei ihr müssen Banken Mindestreserven einzahlen, um ihr Bankgeschäft betreiben zu dürfen.

Im Auftrag der EZB werden auch Überweisungen abgewickelt und Bargeld gedruckt und verteilt.

Ein weiteres wichtiges Gebiet ist die Überwachung von Banken und ihren Geschäften sowie die Beobachtung der Großwetterlage der Konjunktur und Finanzmärkte.

Verhältnis zur Europäischen Zentralbank (EZB)

Die Bundesbank ist die bedeutendste Notenbank im Euro-Raum mit einem Anteil am eingezahlten Kapital der EZB in Höhe von etwas mehr als 27 Prozent. Viele Dienstleistungen wie der Aufkauf von Staatsanleihen oder die Lagerung von Bargeld-Notreserven erfolgen im Auftrag der EZB.

Jahresüberschuss

Der Überschuss der Bundesbank steht dem Finanzministerium zu. Im Jahr 2012 gab es einen Gewinn in Höhe von 664 Millionen Euro (Vorjahr: 643 Millionen Euro).

Goldbestände

Zu den Währungsreserven der Bundesbank zählen auch Goldbestände. Sie belaufen sich auf 3391 Tonnen und werden von der Bundesbank mit einem Wert von 137,5 Milliarden Euro bilanziert.

Das Gold lagert in Frankfurt (1036 Tonnen), New York (1536 Tonnen), London (445 Tonnen) und Paris (374 Tonnen). Die Goldbestände in Paris sollen nach Deutschland geholt werden.

Mitarbeiter

10.825 Mitarbeiter (9.543 Vollzeitstellen), davon 5417 Beamte und 5408 Tarifbeschäftigte

Standorte

Die Zentrale der Bundesbank ist in Frankfurt. Es gibt außerdem neun Hauptverwaltungen und 41 Filialen, 2011 waren es noch 47 Filialen. Ein weiterer Abbau auf 35 Filialen ist beschlossen – dicht gemacht werden noch Bayreuth, Bremen, Dresden, Gießen, Kiel und Lübeck.

Die Außenstellen sind unter anderem für Bargelddienstleistungen zuständig, entsenden aber auch Prüfer in Banken.

In den Vorjahren hatte die Bundesbank wegen der Euro-Krise einen Großteil ihres Gewinns als Puffer einbehalten. Es sei keine zusätzliche Vorsorge getroffen worden, hieß es. Der endgültige Bundesbank-Gewinn für 2013 soll Mitte März bekanntgegeben werden.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte im bisherigen Etatplan für 2014 eine Überweisung aus dem Bundesbank-Gewinn von zwei Milliarden Euro unterstellt. Für den nun überarbeiteten Etatentwurf sind 2,5 Milliarden Euro eingeplant, wie auch jeweils für die Folgejahre. Grundsätzlich gilt: Ist der Gewinn höher, werden Beträge über 2,5 Milliarden Euro zur Schuldentilgung genutzt.

Von

dpa

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