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14.11.2017

20:05 Uhr

Mohamed El-Erian

Trump erwägt Allianz-Wirtschaftsberater als Fed-Vize

Allianz-Wirtschaftsberater Mohamed El-Erian könnte zum Vizechef der US-Notenbank Fed ernannt werden. Dies erwägt US-Präsident Trump laut einem Medienbericht. Es gibt allerdings noch eine ganze Reihe anderer Kandidaten.

Der Allianz-Wirtschaftsberater könnte Fed-Vizechef werden. Reuters

Mohamed El-Erian

Der Allianz-Wirtschaftsberater könnte Fed-Vizechef werden.

WashingtonUS-Präsident Donald Trump erwägt einem Medienbericht zufolge, den Allianz-Wirtschaftsberater Mohamed El-Erian zum Vizechef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zu machen. Neben El-Erian sei aber auch eine ganze Reihe von anderen Kandidaten im Rennen um das Amt, berichtete der Sender CNBC unter Berufung auf die Agentur Dow Jones am Dienstag. Ein Sprecher des US-Präsidialamts lehnte eine Stellungnahme ab.

El-Erian ist seit Anfang 2014 Chief Economic Adviser der Allianz und soll den Versicherungsriesen "in globalen Wirtschafts- und Politikfragen" beraten. Zuvor hatte er den Chefposten beim US-Vermögensverwalter Pimco im Streit mit Firmengründer und Chef-Investor Bill Gross aufgegeben. Als Gross wenig später das Unternehmen verließ, blieb El-Erian beim Pimco-Eigentümer Allianz. Der gebürtige New Yorker hatte Pimco 2005 schon einmal verlassen. Zwei Jahre lang verwaltete der mittlerweile 59-Jährige das Stiftungsvermögen der Harvard-Universität, ehe er als Vorstandschef nach Kalifornien zurückkehrte.

El-Erian hatte bereits fünf Jahre lang ein Beratergremium von Trumps Amtsvorgänger Barack Obama geleitet. Seine Laufbahn hatte er beim Internationalen Währungsfonds (IWF) begonnen.

Trump hatte Anfang November den langjährigen Fed-Direktor Jerome Powell als Notenbank-Chef nominiert. Der 64-Jährige soll Nachfolger von Amtsinhaberin Janet Yellen werden, deren Mandat Anfang Februar 2018 abläuft.

Seit 2014 ist ein weiterer Posten im Führungsgremium (Board of Governors) der US-Notenbank offen. Ein Insider sagte, dass Trump dafür mit Michelle Bowman eine Bankenreguliererin aus Kansas im Auge habe. Der Posten ist für einen Vertreter des Kleinbanken-Sektors reserviert. Viele Kongressabgeordnete hatten sich aus Sorge über den Einfluss der großen Wall-Street-Banken auf die Fed für einen Kandidaten von einem der kleineren Institute - in den USA community banks genannt - starkgemacht.

Das US-Präsidialamt lehnte eine Stellungnahme zu den Informationen ab. Ex-Präsident Obama hatte den früheren Chef der Bank of Hawaii, Allan Landon, für den fraglichen Fed-Posten vorgesehen. Die Nominierung Landons lief jedoch in diesem Jahr aus, nachdem die Republikaner im Senat sich geweigert hatten, diese voranzubringen.

Von

rtr

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